15.03.2016, 14:23 Uhr

Ein Leben für das Holz

WIENER NEUSTADT. Er ist ein Holzafficionado (begeisterter Anhänger), Möbelbauer, Bäumesammler, Kunstprofessor und Staatspreisträger. Der Wiener Neustädter Holzkünstler Kurt Foit.
Der vielseitige "Holznarr" betreibt seit 1998 ein Atelier in einer alten Essig- und Likörfabrik in Wiener Neustadt. Nach seiner Matura am BRG WN und kurze Zeit an der Uni, trampte er durch Asien und Zentralamerika. Wieder zurück wagte er den Quereinstieg in die Tischlerei. „Es waren Schwalbenschwanzzinken und konstruktive Ornamente, der Wechsel von Längs-und Stirnholz, was mich fasziniert hat“, so Foit. Eine Kompaktlehre, die Arbeit in einem Handwerkskollektiv folgten. „Dort hatte ich das Privileg mit Massivholz zu arbeiten.“, fuhr Kurt Foit fort.
1995 wird Foits patentierter „Schrank mit Rollverschluss“ mit dem Staatspreis für Gestaltendes Handwerk ausgezeichnet. Danach erhielt er einen Lehrauftrag an die Kunstschule Herbststrasse, in Wien. „Die Arbeit mit jungen Menschen macht mich glücklich. Ich hab aufgrund meiner Erfahrung und Begeisterung ja auch einiges weiterzugeben.“
Bei der Restaurierung des WN Altars im Stephansdom baute Kurt Voit das Holzgehäuse aus Christusdorn für den Tabernakel.
Von seinen Bergtouren nimmt Foit immer Fundstücke mit, Hölzer mit besonderen Wachstumsformen, Verfärbungen... „Ein Baum kann ja nicht weglaufen, er kann auf alle Widrigkeiten nur mit seinem Wachstum reagieren“. In der Alten Kronenapotheke präsentierte er erstmals seine Fundstücke. Die Resonanz war gewaltig,
Es folgten die Ausstellungen „AUFBÄUMEN“ in der Karmeliterkirche (mehr als 1000 Besucher), tonnenschwere Exponate am WN Hauptplatz, St. Peter an der Sperr, im Kurpark Baden und Bäume im Schlachthof...
Foits größte Arbeit entstand auf der Hohen Wand.“SKYLETTERS“, 16 Meter hoch.
3 Föhrenstämme unterschiedlicher Krümmung ergeben eine Bewegung des Aufrichtens, zeigen das oberste Wachstumsprinzip, den Fototropismus.
„Ich will, dass die Menschen mit geschärftem Blick die Natur sehen und hoffe es gelingt“
meint Kurt Foit.
Ausstellung „CUT“ im Schloss Fischau
Eröffnung : Do 14.April um 19 Uhr
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