Buchveröffentlichung
Neu erzählte Fußballgeschichte

Autor Klaus Dermutz ist lebenslanger Fußballfan und hat viel Liebe in sein Werk gesteckt.
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  • Autor Klaus Dermutz ist lebenslanger Fußballfan und hat viel Liebe in sein Werk gesteckt.
  • Foto: Molden Verlag
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Ein neues Buch erzählt Annekdoten und Ereignisse aus 125 Jahren Fußball in Österreich. Am 3. September kommt der Autor nach Wien.

(cb). Wer war der erste Meister im österreichischen Profifußball? Die Vienna? Rapid? Oder gar der WSC? Nein, es war der SC Hakoah, der am 6. Juni 1925 vor 25.000 Zuschauern knapp mit 2:3 gewann und so am drittvorletzten Spieltag der gerade gegründeten österreichischen Profiliga die Meisterschaft holte.
Diese, und zahlreiche weitere Ereignisse und Annekdoten holt Klaus Dermutz in seinem Buch: "Kleine Geschichte des österreichischen Fußballs in 90 Minuten" auf die Bühne. "Ich habe den 125. Jahrestag der Gründung der Vienna zum Anlass genommen, von diesem Zeitpunkt aus einen Blick auf den österreichischen Fußball zu werfen und dessen Bedeutung zu würdigen", so Dermutz.

Soziale Rolle

Tatsächlich war der österreichische Fußball einst eine führende Kraft in Europa. Viele technische Innovationen gingen von hier aus. Ein Beispiel ist der Wiener Sportclub: "Das war die heimliche Nationalmannschaft der 1950er Jahre. Hervorzuheben ist der 7:0 Erfolg gegen Juventus Turin", so Dermutz. Aber: "Heute kann Österreich als kleines Land nicht mehr mithalten. Und die besten Spieler verlassen das Land, weil sie woanders mehr verdienen."
Dermutz geht es nicht nur um die sportlichen Ereignisse. Er möchte auch die soziale Rolle des Fußball darstellen. "Fußball war Anfang des 20. Jahrhunderts eine große integrative Kraft in den Metropolen.

Politische Geschichte

In seinem Buch macht Dermutz deutlich, dass Fußball immer eine politische Komponente hatte. So beschreibt er das Spiel von Schalke 04 gegen den SK Rapid am 22. Juni 1941. Rapid gewann 3:4 und wurde "deutscher" Meister. Eine gute Ablenkung für die Bevölkerung im deutschen Reich der Nazis: Am Vormittag des selben Tages befahl Hitler den Angriff auf die Sowjetunion.
Schon am 23. Januar 1939 starb der Austrianer Matthias Sindelar in Wien aufgrund nie geklärter Umstände. Spekulationen reichen von Mord bis Selbstmord. Fakt ist, dass sich der Favoritner nie mit den Nazis anfreunden konnte. Seine Freundin war eine Italienerin jüdischer Herkunft. Sie starb einen Tag später.
Antisemitismus verfolgte den Fußball auch in die Nachkriegszeit hinein. Dermutz beschreibt den Fall des österreichischen Bundestrainers Béla Guttmann. Die Medien bezeichneten dessen Methoden als jene eines "Wunderrabbis". Guttmann lies sich das nicht gefallen und trat 1964 zurück. 1981 verstarb er in Wien.

Präsentation mit Autor:

Das Buch "Kleine Geschichte des österreichischen Fußballs in 90 Minuten" ist im Molden-Verlag erschienen. Das Werk hat 208 Seiten und kostet 25 Euro. Am 3. September wird es vom Autor um 19 Uhr in der Buchhandlung Thalia Wien Mitte vorgestellt.

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