Frühlingsbote
Rot-Weiße Glücksbringer am Fritz-Grünbaum-Platz
- Die Puppen am Fritz-Grünbaum-Platz in Mariahilf.
- Foto: BV6
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Seit 28. Februar wehen im Wind rund hundert rot-weiße Puppen in der Krone des Baumes am Fritz-Grünbaum-Platz.
WIEN/MARIAHILF. Silvia Guenova brachte den Brauch der Marteniza aus ihrer Heimat Bulgarien mit. Unterstützung bekam sie vom Mariahilfer Künstlerkollektiv „sektion k“. Sie banden die zweifärbigen 20 bis 30 Zentimeter großen Puppen. Die Aktion erhielt eine Kulturförderung des Bezirks.
- Der Baum wird von den Puppen geschmückt.
- Foto: BV6
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Rot und weiß sind die Farben der Marteniza. Es kann ein Armband sein, aber auch Püppchen aus Wollfäden. Sie werden in Bulgarien im März getragen und an Freunde verschenkt. Es ist ein Talisman für Gesundheit und ein langes Leben. Die Farben symbolisieren: rot für rote Wagen und weiß für weißes Haar. Also für hohes Alter und die Reinheit des Herzens. Die Glücksbringer trägt man so lange, bis man ein erstes Frühlingszeichen sieht. Das kann ein Storch, eine Schwalbe oder ein blühender Baum sein“, weiß Silvia Guenova. Die 100 Püppchen werden bis zum Herbst am Fritz-Grünbaum-Platz hängen bleiben.
Botschaften in Mariahilf
Die Künstlerin möchte mit ihrem besonderen Baumschmuck gleich mehrere Botschaften vermitteln. „Ich möchte, dass sich die Menschen mit meiner Kunstintervention auf das Gemeinsame besinnen“, erklärt Silvia Guenova und geht sogar noch einen Schritt weiter. Marteniza soll auch an die gemeinsamen Ziele Bulgariens und Österreichs und im Endeffekt der gesamten EU erinnern. Guenova sieht ihre Aufgabe als Künstlerin, den internationalen Austausch zu stärken und eine Harmonie zwischen den Gesellschaften bzw. Staaten zu erreichen.
- Bezirkschef Markus Rumelhart (SPÖ) kam beim Termin vorbei.
- Foto: BV6
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„Nur so wird ein friedliches und gutes Leben, das alle Menschen sich wünschen, erreicht werden. Vielleicht mit ein bisschen Unterstützung der Marteniza“, ist sich Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ) sicher, der neben der Direktorin des bulgarischen Kulturinstituts Rumjana Koneva, Landtagsabgeordnete Nicole Berger-Krotsch, Kulturvorsitzender Kilian Franer und viele Künstler der sektion k bei der „Eröffnung“ des „Puppenbaums“ beiwohnen durfte.
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