29.09.2016, 13:08 Uhr

Bezirksparlament Innere Stadt sagt Nein zu Radhighway in der Wipplinger Straße

"Mit mehr Radwegen wird die Innenstadt auf jeden Fall attraktiver", findet Carolin N. (Foto: Martzak-Görike)

Mit Ausnahme der Grünen stimmten alle Parteien gegen den City-Radweg.

INNERE STADT. Bei der Sitzung des Bezirksparlamentes der Inneren Stadt erteilte die Mandatare dem geplanten Radweg in der Wimplinger Straße eine klare Absage. Bis auf die grüne Fraktion stimmten alle Parteien (ÖVP, SPÖ, FPÖ, NEOS und WIR) gegen die von der Stadt Wien vorgeschlagene Hauptradroute durch die City. "Die Bedenken der Bewohner wurden einfach ignoriert. An einigen Stellen in der Wipplinger Straße ist es viel zu eng. Das sagen auch Experten vom ÖAMTC", so ÖVP-Bezirkschef Markus Figl.

Entscheidungskompetenz beim Rathaus

Am Projekt des Stadt Wien wird sich auch durch den Antrag im City-Bezirksparlament nichts ändern. "Wir sind im Vorfeld bereits auf die Wünsche des 1. Bezirks eingegangen. Dabei sind wir oft zurück an den Start gegangen", sagt Mediensprecher Andreas Baur vom Büro der Stadträtin Maria Vassilakou. "Der neue Radweg in der Wipplinger Straße ist eine von Experten vorgeschlagene Hauptverbindung und da ist einfach die Stadt zuständig", so Baur weiter.

Der Baubeginn für die Radverbindung zwischen dem 9. Bezirk und dem Hohen Markt ist am 3. Oktober. Insgesamt kostet das Vorhaben 350.000 Euro. "Wir werden nach Fertigstellung alles genau beobachten, denn Sicherheit hat oberste Priorität. Wenn es notwenig ist, dann gibt es noch kleine Korrekturen", so der Mediensprecher.

City lockert Radfahrverbot in Fußgängerzonen

Für Radfahrer in der City gibt es auch ein positive Geschichte. Der Bezirk sprach sich für eine Lockerung des Radfahrverbotes in der City aus. Geplant ist ein einjähriger Testbetrieb ab Jänner 2017. Davon betroffen ist der Bereich Kohlmarkt - Wallnerstraße - Graben (bis Habsburgergasse). Ähnlich wie in der Mariahilfer Straße sind Radfahrer mit langsamer Geschwindigkeit zugelassen. "Durch die Umgestaltung der Herrengasse zur Begegnungszone haben sich die Vorzeichen etwas geändert. Kommt es aber zu gröberen Zwischenfällen, wird der Testbetrieb sofort gestoppt", so Figl.

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