25.08.2016, 15:51 Uhr

Norbert Doubek: "Maria Vassilakou steht einem Radweg in der Hörlgasse positiv gegenüber"

Seit 2015 gilt in der Hörlgasse Tempo 30. Jetzt wird geprüft, ob die Fahrspuren zugunsten eines Radweges von drei auf zwei reduziert werden können. (Foto: Netopilik)

Laut einem Artikel der Tagezeitung "Heute" erteilt die grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou einer geplanten Radhauptroute durch die Hörlgasse eine Absage. Das ist nur bedingt richtig, wie sich auf bz-Nachfrage beim grünen Klubobmann Alsergrund, Norbert Doubek, heraustellt.

Kommt in der Hörlgasse der Rad-Highway oder wurde das Projekt von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou beendet?
NORBERT DOUBEK:
Das Wort ´Rad-Highway`wurde erst heute kreiert. Es sieht jetzt so aus in der Hörlgasse: Die Grünen und die SPÖ haben gemeinsam mit der Bürgerinitiative Allee Hopp voriges Jahr die Tempo 30-Zone durchgesetzt. Das funktioniert gut und wir haben uns überlegt, ob eine Reduktion der Fahrspuren auf zwei zugunsten eines Radweges möglich wäre.

Ist es möglich?
Ja. SPÖ und Grüne haben einen Antrag eingebracht, eine Studie zu erstellen, wie der Verkehr auf der Hörlgasse funktionieren würde, wenn neben einer zweispurigen Fahrbahn ein Radweg hinauf und hinunter errichtet werden würde.

Gibt es schon konkrete Pläne?
Nein, die zuständige MA 46 hat ein Ziviltechnikerbüro mit der Studie beauftragt. Das ist ja wahnsinnig aufwendig, da wird jeder Kanaldeckel, der versetzt werden muss, berücksichtigt. Vor 2017 rechne ich nicht mit einem Ergebnis.

Und Maria Vassilakou hat nun dem Projekt ein Ende gesetzt?
Nein! Heuer im April hat die SPÖ einen Antrag gestellt, die Hörlgasse ins Radhauptroutennetz aufzunehmen. Die Absicht dahinter war der Irrglaube, dass die Gemeinde für eine Radhauptroute mehr Geld zuschießt als für einen normalen Radweg.

Stimmt das?
Nein. Es war außerdem immer klar, dass die Hörlgasse nicht ins Netz der Radhauptrouten aufgenommen werden kann, da die Hauptrouten mit einer Entfernung von 200 Meter festgeschrieben sind. Die Berggasse ist Radhauptroute, ebenso der Ring und die Maria-Theresien-Straße. Also ganz klar, dass die Hörlgasse dafür nicht in Frage kommt. Und eine Radhauptroute ist kein Kriterium, dass die Gemeinde mehr Geld beisteuert.

Also steht Maria Vassilakou einem Radweg in der Hörlgasse weiterhin positiv gegenüber?
Natürlich! Ich habe mit ihr persönlich gesprochen. So viel Geld sie uns dafür zur Verfügung stellen kann, so viel bekommen wir. Das Projekt wird sehr teuer, das ist klar.

Wieviel steuert die Gemeinde dem Bezirk bei?
Jetzt müssen wir einmal die Studie abwarten. Dann wird die Verkehrsstadträtin abwarten, wieviel der Bezirk hergibt. Aber dem Projekt Radweg in der Hörlgasse steht Vassilakou definitiv positiv gegenüber.
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