10.10.2016, 11:01 Uhr

Grätzelpolizisten in Döbling: Polizeiarbeit wie in der guten alten Zeit

Kurt Kraus, Stefan Kurz und Michael Huber (v.l.)

In Döbling gibt es nun Grätzelpolizisten, die den Bürgern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

DÖBLING. "Polizeiarbeit wie früher" wollen die neuen Döblinger Grätzelpolizisten machen, erzählt Stefan Kurz. Er ist einer von ihnen, stationiert an der Hohen Warte. Kollege Kurt Kraus übt dieselbe Funktion in Nussdorf aus, Kollege Michael Huber in der Krottenbachstraße. Das heißt für sie vor allem: reden, vernetzen, greifbar sein.

"Wenn es ein Problem gibt, wissen wir, mit wem man sich in Verbindung setzen kann", sagt Kraus. Die drei üben ihre Funktion schon seit einigen Wochen aus, haben eine Schulung durchlaufen und sind mit allen wichtigen Ansprechpartnern im Bezirk in Kontakt.

Rückruf vom Inspektor

Wichtig ist den dreien, den Bewohnern die Scheu davor zu nehmen, sich an die Polizei zu wenden. Sei es, wenn die Straßenlaterne nicht leuchtet oder man ein anderes Problem hat. Sollte der Grätzelpolizist nicht gleich erreichbar sein: Er ruft zurück. Erreichbar sind die Grätzelpolizisten unter 01/3131027224 oder direkt in den Inspektionen. Was noch wichtig ist: Der Grätzelpolizist ersetzt nicht den Notruf – bei Notfällen heißt es nach wie vor, 133 wählen.

Das neue Konzept des Grätzelinspektors – oder Sicherheitsbeauftragten, wie er noch heißt – sieht vor, dass die Menschen die Probleme ansprechen. Partnerschaftlich soll eine Lösung gefunden werden, so Landespolizeivizepräsident Karl Mahrer: "Das Konzept ist ein Kulturwandel in der Polizei." Neben Verbrechensbekämpfung und -vorsorge gebe es nun die Bürgerbeteiligung als drittes Standbein der Polizei.
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