22.03.2016, 14:36 Uhr

Kampf um wertvolles Gut: Wasser hat keine Lobby

Der Wasserleitungsverband im Kampf gegen die Liberalisierung des Wassers und Nitrate im Grundwasser

EISENSTADT. Anlässlich des Tag des Wassers am 22. März präsentierte der Wasserleitungsverband nördliches Burgenland das Ergebnis einer Kundenbefragung. 300 Personen wurden interviewt und bescheinigten dem WLV ein durchwegs positives Zeugnis. Die Kunden sind am Thema Wasser interessiert und mit der Qualität des Wassers und des Verbands sehr zufrieden.

Kampf um das Wasser

Die Konsumenten sprachen sich in der Umfrage auch deutlich gegen eine Liberalisierung des Trinkwassers aus und messen dem Trinkwasserschutz hohe Bedeutung zu.
„Wir sind auf der Hut, denn Wasser wird immer umkämpfter“, so WLV-Obmann Gerhard Zapfl. „Die Qualität der Versorgung kann nur in öffentlicher Hand gewährleistet werden“, konstatiert Gerhard Horwath (Vorsitzender der Gewerkschaft d. Gemeindebediensteten).

Nitrate als Problem

Hinsichtlich Qualität des Trink- und Grundwassers gibt es Probleme zu lösen. „Die Situation wird immer schlechter“, so Zapfl über die Grundwasserbelastung durch Nitrate – eine Hinterlassenschaft des Düngers der Landwirtschaft. „Um Wasseraufbereitung zu vermeiden, führen wir einen präventiven Kampf an mehreren Fronten und fordern seit Jahren Maßnahmen wie einen rechtlichen Rahmen zum Schutz des Grundwassers“, erklärt der WLV-Obmann.
Zum Teil weisen bis zu 40 Prozent der Ressourcen starke Belastungen auf. „Deswegen würden wir uns von der Landwirtschaft mehr Gehör wünschen, wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Die Landwirtschaft hat eine Riesenlobby, das Wasser hat keine.“

Wasser noch hochwertig

Auch durch den Klimawandel sind immer weniger Ressourcen vorhanden. Wasseraufbereitung, die durch Grundwasserschutz zu vermeiden wäre, würde laut Helmut Herlicska, technischen Betriebsleiter des WLV, Kosten von bis zu 15 Millionen Euro verursachen. Noch ist die Versorgung durch das Grundwasser gegeben und der WLV in der Lage, immer absolut hochwertiges Trinkwasser an den Kunden abzugeben.

Über den WLV

Der WLV zählt als viertgrößter Wasserversorger Österreichs 160 Mitarbeiter und versorgt über 200.000 Menschen mit Trinkwasser.
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