14.03.2016, 16:00 Uhr

Der Nitsch, sein Wein und sein Rauschgenuss

Ein gemischter Satz aus dem Weingarten Hermann Nitschs, naturbelassen und im klassischen „Doppler“.

Der Nitsch-Wein 2015 wurde offiziell geöffnet

PRINZENDORF/WIEN. Wenn Hermann Nitsch spricht, sollten andere besser schweigen. Kaum hatte der Künstler seinen Unmut ob des Frevels, bei der Präsentation seines Weines 2015 "Zuckerwasser" zu offerieren, überwunden - Winzer Michael Martin hatte es gewagt, auch andere Weine zu kredenzen, zog das schwätzende Publikum den Zorn des Meisters auf sich. "Ruhe" donnerte der Nitsch ins Mikro und referierte in die reumütige Stille über den wunderbaren, reinen - weil zuckerfreien - Nitsch-Wein von Michi Martin, über seinen Widerwillen gegen allzu gesundes Essen, über seine Liebe zu Grammeln und zum echten Brünnerstraßler. "Saufts euch an, der Rausch wird sich in den Seinszustand Liebe verwandeln", appellierte er an seine Gäste, die sich umgehend ans Werk machten. Unter den Nitsch-Wein-Trinkern: Wolfgang Denk, Gründungsdirektor des Museumszentrum Mistelbach, Dagmar Kunert (NÖKU), und die Wiener Kulturkommissionsvorsitzende Maria Graff. Zum gemischten Satz im Doppler servierten die beiden "Steakschwestern" Dominique Ibesich und Janine Feyerl Spezialitäten des Hauses.
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