05.04.2016, 00:00 Uhr

HTL Zistersdorf: Die letzten Tage des Kulturhauses

Das wenig innovative 60er-Jahre-Gebäude soll einem neuen Schul- und Veranstaltungshaus weichen. (Foto: Potmesil)

Nach jahrelangen Planungen steht nun wieder ein neues Konzept für die Erweiterung der HTL im Raum.

ZISTERSDORF. Sie brauchen starke Nerven: die Schüler, der Direktor der HTL, Alfred Pohl, und vor allem Bürgermeister Wolfgang Peischl. Nach acht Jahren Unterricht im provisorisch umfunktionierten Kulturhaus, jahrelangen Verhandlungen und zahlreichen Planungen steht schon wieder ein neues Konzept für das Schulgebäude in Zistersdorf im Raum. Das "alte" Kulturhaus soll komplett abgerissen werden. Laut Peischl sei man zur Einsicht gekommen, ein Neubau des Kulturhauses mit Einbindung der HTL sei kostengünstiger als die Renovierung des alten Gebäudes. Der HTL für Gebäudetechnik und der Großgemeinde soll damit ein "maßgeschneidertes" Ambiente geschaffen werden.

Architektenausschreibung

Die Verantwortlichen sehen den großen Vorteil eines Neubaus darin, dass sowohl die HTL-Klassen, als auch der Veranstaltungssaal den neuesten Anforderungen entspricht. Der Saal soll ebenerdig begehbar sein, ein Aufzug wird eingebaut. Das neue Gebäude soll damit auch den aktuellen energietechnischen Anforderungen - wie Heizung und Klimatisierung - entsprechen und sich ins Gesamtbild der Umgebung einbetten.
Für den Neubau ist eine Ausschreibung notwendig. Damit allerdings, verzögert sich das Projekt nochmals. "Der geplante Baubeginn mit Herbst 2016 wird damit wohl nicht mehr eingehalten werden können", fürchtet Peischl.

Übergangszeit

Unklar ist allerdings nach wie vor, wie man den Unterricht während der Um- bzw. Neubauphase aufrecht erhalten wird. Ob die angrenzende Landesberufsschule genügend Kapazität hat, die Schüler zu beherbergen, ist fraglich. Derzeit werden ohnehin schon Turnsaal, Werkstätten und das Labor gemeinsam genutzt. Größere Veranstaltungen oder Bälle müssten in der Neubau-Phase abgesagt werden.
Die einzige "Zufluchtsstätte" wäre der Saal im "alten Rathaus", Gasthaus Kammerer. Die "unendliche Geschichte" der HTL geht somit weiter.
Manuela Braun
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