20.06.2016, 07:44 Uhr

Österreichs nachhaltiger Wald ist international anerkannt Utl.: Staatsgeprüfte Organe sichern das geniale System

(Wien, 16. Juni 2016) Das österreichische Modell der nachhaltigen und multifunktionalen Forstwirtschaft ist international anerkannt und dient oft als Vorbild. Um dieses gewährleisten zu können, braucht es eine gute Ausbildung auf allen Ebenen, die wir bereits seit Jahrzehnten in Österreich implementiert und immer wieder weiterentwickelt haben. So trägt das europaweit einzigartige System der Staatsprüfung für Forstorgane zu der international anerkannten Waldwirtschaft maßgeblich bei. Staatsgeprüfte Forstorgane sind das Kernelement dieses ausgereiften Modells. Sie sichern nicht nur eine hochqualifizierte Betreuung unserer Wälder, sondern entlasten auch massiv die öffentliche Verwaltung. Daher wurde das Ziel der Sicherstellung und Weiterentwicklung eines breiten wissenschafts- sowie praxisorientierten Ausbildungsangebotes auch in der vor kurzem verabschiedeten Waldstrategie fest verankert.

Nachhaltige Bewirtschaftung stellt Leistungen des Waldes sicher
Durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und bestens ausgebildetes Fachpersonal werden die vielen verschiedenen Leistungen des Waldes überhaupt erst gewährleistet. Die Woche des Waldes von 13. bis 19. Juni bietet eine gute Gelegenheit diese in den Mittelpunkt zu rücken. Denn die Funktionen des Waldes sind überaus vielfältig und die Ansprüche an den Wald steigen stetig. Der Wald spendet frische Luft und sauberes Wasser, schützt vor Naturgefahren, ist Wirtschaftsmotor im ländlichen Raum, liefert Energie, bietet den Menschen Erholungsraum und beheimatet Tiere und Pflanzen. Er liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz, schafft tausende Arbeitsplätze entlang der gesamten Verarbeitungskette und leistet einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Wer den Wald bewirtschaftet und das Holz daraus verwendet, der speichert langfristig CO2.

Grundlage für dieses komplexe Zusammenspiel ist das nachhaltige Gesamtsystem Wald und eine multifunktionale Bewirtschaftung, die durch die Waldbesitzer gewährleistet wird. Rund 80 Prozent des österreichischen Waldes sind in Privatbesitz. Die Verantwortung zur Sicherstellung der vielen verschiedenen Waldfunktionen liegt daher bei den Waldeigentümern.
Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich, betont: „Nachhaltige Waldbewirtschaftung und nachhaltige Ressourcen wie der Rohstoff Holz bieten Lösungsansätze für eine Vielfalt an Herausforderungen und gesellschaftlichen Leistungen. So können etwa die Pariser Klimaziele nur durch einen Beitrag der nachhaltigen Forstwirtschaft erreicht werden. Auch der immer wichtigere Schutz vor Naturgefahren ist nur so möglich. Zudem kann der Wald nur durch multifunktionale Bewirtschaftung seine Wohlfahrts- und Erholungsfunktion erfüllen und gleichzeitig maßgeblich zur Wertschöpfung beitragen.“

Die Land&Forst Betriebe Österreich sind die freiwillige Vereinigung österreichischer Landbewirtschafter mit der Zielsetzung, Österreichs Wälder und Felder als betriebliche Grundlage und gesellschaftlichen Mehrwert zu erhalten und Bewusstsein für die Anliegen privater land- und forstwirtschaftlicher Betriebe und deren Tätigkeit und Verantwortung zu schaffen. Die Mitgliedsbetriebe der Land&Forst Betriebe Österreich bewirtschaften zusammen ein Drittel des österreichischen Waldes und produzieren jede fünfte Tonne des österreichischen Getreides.


Mit freundlichen Grüßen
Julia Puchegger

Julia Puchegger, M.A.
Presse und Kommunikation
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