26.08.2016, 13:02 Uhr

Punkliteratur bei Sprachsalz

Das Sprachsalz-Team hat wieder ein spektakuläres Programmramm zusammengestellt.
HALL. Rund 250 Autorinnen und Autoren haben in den vergangenen Jahren bei Sprachsalz begeistert. Um diese Tradition fortzusetzen, wird bei den 14. Internationalen Literaturtagen von 9. bis 11. September 2016 wieder Eigenwilliges wie Eigensinniges geboten.
Sein Humor hat eine ganze Generation geprägt: John Cleese, wahrscheinlich bekanntestes Mitglied der britischen Komiker-Gruppe Monty Python, stellt selbigen einmal mehr unter Beweis, unter anderem mit seinem autobiografischen Entwicklungsroman „Wo war ich nochmal?“, einer Selbstsatire von literarischem Format. Er ist beim großen Sprachsalz-Fest am Samstagabend ebenso zu Gast wie die Liedermacherin und aktuelle Salzburger Stier-Preisträgerin Uta Köbernick: Sie gibt zart-poetische bis messerscharf-politische Texte aus ihrem aktuellen Bühnenprogramm „Grund für Liebe“ zum Besten.
Jón Gnarr, isländischer Komiker, Musiker, Schriftsteller und ehemaliger Punk-Bürgermeister von Reykjavík, spricht bei Sprachsalz darüber, „Warum die Politik mehr Dampfbäder und die Literatur braucht“ und ruft dazu auf, sich in der Gesellschaft aktiv einzumischen.

Musikalische Querverweise

Am Festival-Freitag findet als musikalischer Querverweis eine Veranstaltung in Kooperation mit den Klangspuren Schwaz statt: Nach einer Lesung von Marcel Beyer – der für sein Werk soeben mit dem renommierten Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet wurde – präsentiert das Internationale Ensemble Modern Akademie Frankfurt (IEMA) unter anderem eine Uraufführung des deutsch-türkischen Komponisten Hakan Ulus.
Viv Albertine, Punk-Pionierin und Gitarristin von The Slits, ist mit ihren Lebenserinnerungen „A Typical Girl“ bei Sprachsalz zu hören, einem Sittenbild, dessen erzählerische Kraft ein seltener Glücksfall für die Punk-Geschichtsschreibung ist. Mit ihrem Roman „Ich wollte Einhörner“ wurde die US-amerikanische Sängerin Alina Simone zum Star der jungen New Yorker Literaturszene: Sie berichtet darin von mal komischen, mal verzweifelten Versuchen, wie man sich in der heiß umkämpften Indie-Musikszene behauptet.

Gegenwärtiges Österreich

Bei der traditionellen Eröffnungslesung des Festivals durch einen Tiroler Autor gibt es in diesem Jahr Martin Fritz zu entdecken, der mit dem Gedichtband „intrinsische süßigkeit“ den Leser auf eine Reise in seine eigenwillige Wörterwelt als eine Sammlung von Momentaufnahmen einlädt. Der Tiroler Hans Augustin präsentiert sich mit seinen Gedichten und seiner Prosa als literarischer Augenzeuge, der Situationen des menschlichen Lebens und dessen abgründige Nuancen beschreibt, so unter anderem im Buch „Der Fälscher: Geschichten für die Zeit danach“. Auch der in Wien lebende Schriftsteller Stephan Eibel Erzberg widmet sich – zuletzt in seinem Lyrikband „unter einem himmel“ – dem Gegenwärtigen, in dem er Alltägliches poetisch auf den Punkt bringt um daraus überraschende Kombinationen zu formen.

Sprachsalz-Mini

Abermals sind beim Festival kleine Leser willkommen: Bei Sprachsalz-Mini können Kinder zwischen 7 und 12 Jahren eigene Lesezeichen basteln und kurze Lesungen besuchen. Anmeldungen zu Sprachsalz-Mini werden bereits im Vorfeld entgegengenommen.
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