16.03.2016, 20:52 Uhr

Thomas Kölli wieder zum Milser Vizebürgermeister gewählt

In Mils bleibt es beim bisherigen Führungsduo Vizebgm. Thomas Kölli (li.) und Bgm. Peter Hanser (re.) (Foto: Skamen)

Knappe Mehrheit bei Kampfabstimmung – Thomas Kölli erhielt 9 Stimmen, Christian Pittl 8 Stimmen

MILS. Nach der schweren Niederlage der ÖVP-Liste "Gemeinsam für Mils", die nur mehr über 6 von 17 Mandaten verfügt, wurde darüber diskutiert, in Mils das Amt des zweiten Vizebürgermeisters einzuführen. Ein Vize sollte von der ÖVP besetzt werden, ein Vize sollte an die Liste "Lebenswertes Mils" gehen.
In den letzten Tagen ist man aber wieder von dieser Idee abgekommen, bei der Gemeinderatssitzung vom 16.3.2016 wurde beschlossen, es bei einem Vize zu belassen. Es kam zu einer Kampfabstimmung zwischen GR Christian Pittl (Lebenswertes Mils) und Thomas Kölli (ÖVP). Kölli gewann mit nur einer Stimme Vorsprung.
Die Wahl erfolgte geheim. Man kann aber spekulieren, dass die ÖVP und die FPÖ geschlossen Thomas Kölli gewählt haben (das ergäbe genau 9 Stimmen) und die vier Listen "Lebenswertes Mils", SPÖ, Grüne und "Aktives Direktes Mils" geschlossen für Pittl gestimmt haben (das ergäbe genau 8 Stimmen).

"Es freut mich sehr, dass ich wieder zum Vizebürgermeister gewählt worden bin. Enttäuschend war, dass das Arbeitsübereinkommen vorher einseitig gebrochen worden ist", meinte der alte und neue Vizebgm. Thomas Kölli.
"Es freut mich sehr, dass Thomas Kölli wieder gewählt worden ist. Wir haben in den vergangenen Jahren sehr gut zusammen gearbeitet" meint Bgm. Peter Hanser, der auch betont, dass es es keine Absprachen für die Wahl gab: "Der abend war für alle sehr spannend."

Die Vizebürgermeisterwahl könnte auch Auswirkungen auf die politische Zusammenarbeit in den nächsten Jahren haben. Bgm. Peter Hanser war seit der Wahl am 28. Februar bemüht, alle politischen Gruppierungen einzubinden.
Für Bgm. Peter Hanser ist das Arbeitsübereinkommen immer noch gültig: "Es wurde eine Themenliste erarbeitet, wo es um die Lösung ganz bestimmter Probleme geht, z.B., dass Radarboxen aufgestellt werden. Viele Vorhaben wurden auch schon vom alten Gemeinderat beschlossen, oft auch einstimmig. Ich hoffe, dass es auch in Zukunft viele einstimme Entscheidungen gibt", so Hanser.
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