13.06.2016, 20:46 Uhr

Steig ein: Wir hätten nicht bestanden

Vor der Testfahrt: Herbert Gödel, Ivan Gabrovec und Richard Mader. (Foto: Gold)

Wir haben den Führerscheintest mit geübten Fahrern gemacht. Experten erklären uns die häufigsten Fehler.

REGION (red). 4154 Führerscheine wurden im Jahr 2015 im Bezirk St.Pölten laut Bezirkshauptmannschaft neu ausgestellt. Diese Personen haben die theoretische und praktische Prüfung also geschafft. Doch wie sieht es mit Verkehrsteilnehmern aus, bei denen der Test vor mehr als 20 Jahren stattfand. Wir haben den Test gemacht. Herzogenburgs Verkehrsstadtrat Martin Hinteregger hat sich bereit erklärt, mit uns den Theorietest zu machen. "Meine Tochter macht gerade den Führerschein, vielleicht kann sie mir helfen", meint der Stadtrat im Vorhinein. Hinteregger hat den Test bei uns in der Redaktion, unter dem kritischen Blick seiner Tochter, die die Prüfung im Sommer abgelegt hat, gemacht. Am Ende heißt es dann "nicht bestanden". Hinteregger reiht sich damit in die Riege der Bezirksblätter Redakteure ein, die allesamt den Test nicht bestanden hätten. Laut Expertenmeinung ist dies aber nicht ungewöhnlich, denn ohne Vorbereitung sei der Test fast nicht schaffbar. Martin Hinteregger hat seinen Führerschein 1994 gemacht. "Mit mündlicher Prüfung vor einer Kommission", schildert der Herzogenburger. "Wir haben damals alles noch mit dem Buch gelernt", ergänzt Hinteregger. Mit der Vorbereitung am Computer und den Probetests, die es heute gibt, könne man das nicht mehr vergleichen, so der Verkehrsstadtrat.

Falsche Blicktechnik
Mit Richard Mader, dem Chef der Fahrschule Sauer, haben wir Herbert Gödel, Gemeinderat aus Kirchberg und Ivan Gabrovec, Geschäftsstellenleiter der Bezirksblätter St.Pölten, auf ihre praktischen Fahrfähigkeiten getestet. Zwar sind beide langjährige Fahrer, trotzdem unterlaufen ihnen bezüglich Geschwindigkeit und Blicktechnik Fehler. "Bei einem schweren und einem leichten Fehler fällt man bei der Prüfung durch", erklärt Richard Mader. Jeder gewöhne sich im Laufe der Zeit Automatismen an, so Mader. Dazu gehören etwa zu knappes Auffahren und falsche Blink- sowie eine falsche Blicktechnik. Letztere soll heute vor allem Radler, die von rechts hinten kommen, schützen. "Vor 20 Jahren waren Radwege noch kein großes Thema", sagt Mader. Heute ist das freilich anders, was für unsere Testfahrer nur ein Grund sei, warum sie Auffrischungskurse begrüßen würden.

Zur Sache

Einer der 13 risikobehafteten Vormerkdelikte des seit 2005 gültigen „Punkte-Führerscheins“ ist die Nichtbeachtung des Rotlichts. Weitere Vergehen sind zu geringer Sicherheitsabstand, Nichtbeachtung der Kindersicherung und Befahren des Pannenstreifens (außer bei Rettungsgasse).

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