10.05.2016, 12:00 Uhr

Hitzige Debatte um FF-Hausbau

StR Gerold Blei, Bgm. Helmut Koch, Vbgm. Alfred Kliegl und StR Elisabeth Germann bei der Gemeinderatssitzung. Foto: jm

SPÖ und WIR brachten Einwände bezüglich Finanzierung vor, ehe FF-Haus-Zubau zugestimmt wurde.

RETZ (jm). Der Zubau beim Feuerwehrhaus in Kleinhöflein und die Mitbenützung der Räumlichkeiten durch den Dorferneuerungsverein (DEV) lösten in der Gemeinderatssitzung am 27.4. in Retz hitzige Debatten aus. StR Gerold Blei (ÖVP) stellte das Projekt vor, dessen Kosten mit 560.000,- Euro veranschlagt sind.

Information bemängelt

Die Finanzierung würden zu je einem Drittel das Land, die Stadtgemeinde sowie FF und DEV Kleinhöflein übernehmen. GR Karl Breitenfelder (WIR für Retz) brachte den Verkauf des Hauses in der Schmiedgasse in die Debatte ein. Für StR Elisabeth Germann (SPÖ) war die Gegenfinanzierung mit dem Verkaufserlös zu vage.
GR Peter Soucek (SPÖ) bemängelte die Information über das Dorfhausprojekt, und er fühle sich von der neuen Situation überfahren.
Bgm. Helmut Koch (ÖVP) stellte klar: „Das Thema wurde im Stadtrat ausführlich besprochen, die Unterlagen waren jedoch an einem Tag nicht einzusehen, weil ich sie zu einer Besprechung nach St. Pölten mitnehmen musste.“
Obwohl SPÖ und WIR beteuerten, dass sie grundsätzlich für die Feuerwehr seien, stellten einige Mandatare die Finanzierung infrage. StR Gerold Blei (ÖVP): „Eine Feuerwehr ist halt kein Geschäft, aber das Projekt ist leistbar!“

Sitzungsunterbrechung

Nun wurden der Hausverkauf in der Schmiedgasse und die Finanzierung des Feuerwehrhauszubaues erneut in Verknüpfung gebracht. Da brauchte es eine Klarstellung durch StR Martin Pichelhofer (Grüne): „Auf der Tagesordnung steht die Beschlussfassung über den Zubau und nicht der Hausverkauf.“
Er beantragte eine Sitzungsunterbrechung, die Bgm. Koch auch gewährte. Bei der Abstimmung nach der Pause wurde das Bauvorhaben beschlossen, nur drei Mandatare enthielten sich der Stimme (1 SPÖ, 2 WIR).
Im Gespräch mit den Bezirksblättern erklärte Ortsvorsteher und GR Johannes Graf (ÖVP) die Situation in Kleinhöflein: „Die Feuerwehr hat einen Mitgliederstand von 36 Personen und braucht daher einen entsprechend großen Versammlungsraum. Auch getrennte sanitäre Anlagen sind erforderlich, weil in Kleinhöflein 11 Frauen bei der Feuerwehr dabei sind.“

Zubau unbedingt notwendig

Die Dorfgemeinschaft trifft sich seit 20 Jahren im ehemaligen Kraus-Gasthaus. Es ist aber ungewiss, wie lange die Räumlichkeiten noch zur Verfügung stehen.
Daher soll der Zubau auch als neues Dorfzentrum verwendet werden, an dessen Errichtung sich der DEV beteiligt.
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