12.07.2016, 08:00 Uhr

Beisitzer wollen zur Wahl

Im Normalfall sitzen im Sprengel jeweils 3 Wahlbeisitzer und ein Vorsitzender.Foto: ag

Begeistert sind die wenigsten über einen erneuten Urnengang. Wahlbeisitzer sind aber motiviert.

BEZIRK (ag). Während andere mit Familien feiern, Sonntagsausflüge machen oder einfach nur entspannen, sitzen sie in Schulklassen, Hinterzimmern von Gasthäusern und Gemeindestuben an jedem Wahlsonntag. Die Bezirksblätter haben mit einigen der 852 Wahlbeisitzer im Bezirk gesprochen. Über die Liebe zur Demokratie, den Schaden - und jetzt auch den Spott - den man für diese freiwillige Arbeit nun ertragen muss.
Im Bezirk Hollabrunn gibt es an Wahlsonntagen 153 Wahlsprengel. Dort sind jeweils 3 Beisitzer und ein Vorsitzender anwesend (1 ÖVP, 1 SPÖ, 1 FPÖ). Alexander Eckhardt, Klubsprecher der SPÖ Hollabrunn, verfolgte die Stichwahl als Vostitzender-Stv. im Wahllokal Koliskoplatz. "Wir geben die Kuverts und Stimmzettel an die Wähler, beobachten das Einwerfen in die Wahlbox und zählen abschließend die Stimmen. Auf jeden Fall werden wir auch bei der nächsten Wahl wieder den Pflichten nachgehen. Natürlich sind wir nicht begeistert, dass die Schlammschlacht erneut startet, dennoch froh über die Demokratie, wählen zu dürfen."
Da stimmt auch ÖVP-GR Thomas Bauer zu, der als Wahlbeisitzer in Oberfellabrunn tätig war: "Fehler passieren und deshalb wird jetzt noch einmal gewählt. Das ist Demokratie, auch wenn der Kampf nur zwischen Blau und Grün ausgetragen wird."
Keine Wahlbeisitzer stellten die Grünen, stattdessen aber Vertrauensleute. „Aufgrund der Gesetze ist es den Grünen nicht erlaubt, Wahlbeisitzer zu nennen", erklärte Bezirkssprecherin Elfriede Hofmann.

Gesetz verbietet Nachmeldung

Das Recht hätte hingegen die FPÖ, ernannte aber nur Wahlbeisitzer in Alberndorf, Haugsdorf und einen in der Gemeindewahlbehörde Hollabrunn. „Mir sind Wahlzeugen wichtiger, da diese mehrere Auszählungen beobachten können. Leider können Wahlbeisitzer nur innerhalb von 4 Wochen nach der Nationalratswahl ernannt werden. Da hatten wir aber noch zu wenige Mitglieder", so der FPÖ-Bezirksparteiobmann, der es nicht befürwortet, Wahlbeisitzer aus der Bevölkerung einzuberufen.
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