29.03.2016, 08:00 Uhr

GR Lausch fordert Burkini-Verbot

Geht es nach Gemeinderat Christian Lausch (FPÖ), so soll es im Hollabrunner Stadtbad ab Sommer ein Burkini-Verbot geben. Foto: Archiv

Kein Burkini, um Vorfälle zu vermeiden und Hygiene im Bad zu wahren.

HOLLABRUNN (ag). Der Gemeinderat beschloss die Erhöhung der Tarife für das Stadtbad Hollabrunn. Der zuständige Stadtrat Wolfgang Scharinger begründet dies mit der Anhebung des Steuersatzes von 10 auf 13 % und den großen Investitionen in den letzten Jahren, wie etwa das neue Kinderbecken, der Spielplatz, das Sonnensegel und im nächsten Jahr, wenn es die finanziellen Mittel erlauben, die Sanierung der Kabanen. Bei der Preisgestaltung wurde allerdings versucht, auf die Familienfreundlichkeit zu achten. So beinhaltet sowohl die Familiensaison- als auch die Tageskarte 2 Erwachsene und 4 Kinder, anstatt früher nur 2 Kinder.
FPÖ-GR Lausch fordert neben einigen Änderungen bei den Tarifen in einem Zusatzantrag auch die Verankerung eines Burkini-Verbots in der Badeordnung. Burkinis sind zweiteilige Schwimmanzüge für muslimische Frauen. „Die Hygiene beim Tragen „schariakonformer Schwimmbekleidung“ ist nicht mehr in dem Maße gegeben. Einige Gemeinden änderten bereits in dieser Form die Badeordnung. Integration ist eine Bringschuld der Migranten. Unsere Sitten und Bräuche müssen voll und ganz angenommen werden“, erklärte Lausch seinen Antrag. Da dieser Zusatzantrag nicht zum eigentlichen Tagesordnungspunkt passte, ließ Bgm. Erwin Bernreiter mit dem Verweis, das im Ausschuss zu diskutieren, nicht abstimmen. Lausch drohte daraufhin mit einer Aufsichtsbeschwerde. Gegen die Tarifänderung stimmte die FPÖ, die SPÖ enthielt sich der Stimme.
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Rudolf Sauerzapf aus Hollabrunn | 12.04.2016 | 08:17   Melden
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