27.04.2016, 09:02 Uhr

Unfälle: Die Ängste der Mütter

Benedikt und Katrin verstecken sich gerne in ihrem Sofa-Haus, dennoch lauern einige Gefahren auf sie – Mutter Renate Brandtner weiß sich und ihren Kindern zu helfen. (Foto: privat)
KLOSTERNEUBURG. Eine der häufigsten Unfallarten sind Stürze, dabei könnten gerade diese durch einige einfache Sicherheitsmaßnahmen oft vermieden werden. Die Bezirksblätter sahen sich um und machten die typischen Kinder-Fallen im Eigenheim ausfindig.

Angst um den Nachwuchs
Benedikt ist sechs Jahre jung, seine Schwester Katrin ist bereits acht. Sind sie zwar schon auf eigenen Beinen unterwegs, lauern dennoch einige Gefahren in ihrem Zuhause auf sie. "Wenn sie größer sind, trauen sich die Kinder selbst mehr. Und als Erwachsener überlässt man ihnen dann auch mehr Eigenständigkeit", erzählt die Klosterneuburgerin Renate Brandtner und fährt fort: "Aber trotzdem stehen bei uns natürlich keine Fenster offen, wenn wir momentan nicht im selben Zimmer sind."
Auch Andrea Hirschhofer ist Mutter einer zweijährigen Tochter, welche sie nicht aus den Augen lässt: "Paula hat das Gehen gelernt und seitdem ist sie nur mehr unterwegs, sitzen mag sie gar nicht mehr. Und das ist zwar toll für sie und freut mich, aber dennoch habe ich immer Angst um ihren Kopf oder ihre Finger bei Tischkanten und Laden." Und hier hatte Renate Brandtner eine gute Technik angewandt, so erklärt sie: "Ich habe früher immer die Hand zu Tischkanten gehalten, weil das kann im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge #+gehen."

Gefahren lauern überall
"Kritisch wird es, wenn die Kleinen ruhig und still sind", erklärt Thomas Wordie, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Klosterneuburg. Er fährt fort: "Man kann nicht alle Verletzungen verhindern – ein Kratzer, ein blauer Fleck geschehen beim Spielen schnell." Doch was sind typische "Kinder-Unfälle"? "Können sich Säuglinge drehen oder aufsetzen, dürfen sie nicht mehr unbeaufsichtigt am Wickeltisch bleiben. Aber auch Stürze vom Sofa können Verletzungen am Kopf oder an der Wirbelsäule bedeuten", so Wordie. Statistisch gesehen kommen Kinder-Notfälle nicht häufig vor, erklärt der Bezirksstellenleiter: "Häufig sind kleine Prellungen oder Schnittwunden. Die Unfallverhütung durch Helm, Schoner und Fenster mit Schließsystemen ist dennoch wichtig, auch wenn das Kind immer beaufsichtigt ist."
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