13.07.2016, 13:42 Uhr

Durchstarter Reinauer AG

Bei den nur alle zwei Wochen stattfindenden Proben geht es um Musik und Gemeinschaft. (Foto: privat)

"Die Musik wird bis zum Schluss bleiben", Reinhard Auer trommelte seine Truppe wieder zusammen.

HIPPLES. Wenn man die Geschichte der Weinviertler Formation "Reinauer AG" verfolgt, kristallisiert sich ganz klar heraus, was sein will, soll sein.
Frontmann und Namensgeber Reinhard Auer stellte schon als "Weinviertler Bua" in der Rock Band seines Bruders seinen Mann. Aber, wie als HTL-Schüler nicht anders möglich, eben immer nur so irgendwie, nur nebenbei. Seine Lehrer prophezeiten Reinhard ob seiner sozialen Ader eine Karriere als Entwicklungshelfer in Afrika, sein Weg führte ihn aber zuerst nach Wien, "Wo ich ziemlich gefordert war, nicht von einer Straßenbahn gerädert zu werden", erinnert er sich grinsend an diese Zeit.

Sound-Bauernhof


Nachdem seine Kinder erwachsen, also mehr oder weniger aus dem Haus sind, und die Familie in dem Bauernhof in Hipples ihr ureigenstes Refugium gefunden hat, fand Reinhard den Weg zur Selbstbestimmung. "Unabhängigkeit und die Kameradschaft mit den Musikerkollegen sind eine zuverlässige Währung, der Musik ihren gebührenden Raum zu geben", resümiert er.
Zusammen mit Peter "Dixi" Dissauer, Stefan Wackerle, Harri Hittinger und Jens Gerö trat Auer schon bisher immer wieder sehr erfolgreich im Weinviertel bei Live-Konzerten auf, so auch im Korneuburger Gwölb. 2015 bereiste die Band auch Deutschland zu Live-Auftritten, bei welchen die Musiker zwischen Straßenmusik und großem Konzertauftritt alle Facetten einer Live-Tour kennenlernten.

Erfolg stimulierte


Besonders die Erfolge in Deutschland führten dazu, dass die Band daran ging, eine CD aufzunehmen, die nach viel Arbeit und ausschließlich durch Eigenleistung zustande kam und seit Anfang Juli auch käuflich zu erwerben ist. "Wir haben diese CD vom ersten bis zum letzten Schritt selbst produziert", betont Auer. "Gott sei Dank haben wir im Team so viel Kompetenz, dass das auch wirklich funktionierte und zu einem perfekten Ergebnis führte."

Es ist nie zu spät


"Als ,No Name Band' ist es unglaublich schwierig, sich bekannt zu machen, sich zu etablieren", meint Reinhard. "Meist spielt man für ein paar Würstel und ein Bier und ist womöglich auch noch froh, überhaupt vor Publikum auftreten zu dürfen." Dem will er jetzt dezidiert ein Ende bereiten und die Band etablieren.
Die Musiker schöpfen den Großteil ihrer Kraft aus ihrer ungewöhnlich starken Gemeinschaft. Obwohl sie sich nur im Zwei-Wochen-Takt im Reinauer-Hof in Hipples zum gemeinsamen Proben und Musizieren treffen, entsteht hier Musik, die bewegt und berührt.

Alles Eigenwerke


Alle ihre Nummern werden selbst getextet und komponiert. "Eine Grundidee, egal von wem sie kommt, wird von uns allen aufgenommen und in gemeinsamer Arbeit zu einem fertigen Lied getragen." Und die Betonung darf auf "Lied" gesetzt werden, die Texte sind in Waldviertlerisch/Weinviertlerischer Mundart gehalten und werden sehr melodiestark gebracht.
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