01.04.2016, 12:52 Uhr

Schuldnerberatung auch 2015 wieder voll gefordert

Gschäftsführer der NÖ Schuldnerberatung Michael Lackenberger, Landesrätin Barbara Schwarz, Landesrat Maurice Androsch (v.l.). (Foto: Büro Androsch)

(Red.).- Jahresstatistik 2015 weist weiteren Anstieg des Betreuungspensums aus.

Die Schuldnerberatung NÖ hatte auch 2015 wieder alle Hände voll zu tun. 22 BeraterInnen führten 512 Sprechtage durch. Dabei wurden 18.383 Interventionen bei Gläubigern, Behörden, Dienstgebern und Beratungsstellen getätigt, was einen Anstieg von 4,81 % im Vergleich zum Jahr 2014 bedeutet. Geschäftsführer Michael Lackenberger ergänzt: „Es ist klar erkennbar, dass die einzelnen Fälle schwieriger und komplexer in der Beratung werden, was einen Anstieg der Folgeberatungen von 8,61 % zur Folge hat.“

Von 4.334 insgesamt beratenen Personen waren 324 unter 25 Jahre. Die Durschnittsverschuldung in diesem Alterssegment sei von 20.372 Euro auf 18.431 Euro deutlich zurückgegangen. „Die große Herausforderung ist weiterhin verstärkt – parallel zur Beratung bereits akut Betroffener - auf Präventivmaßnahmen zu setzen und gleichzeitig die Jugendlichen darauf aufmerksam zu machen, dass es die Einrichtung der Schuldnerberatung gibt, um frühzeitig unterstützend tätig werden zu können. Je früher junge Menschen die Beratungseinrichtungen kontaktieren, desto weniger kommen diese in völlig aussichtslose Situationen“, so die zuständigen Landesräte Ing. Maurice Androsch und Mag. Barbara Schwarz.

Wie in der Statistik der Jugendlichen ist auch im Allgemeinen bei der Aufzählung der Hauptverschuldungsursachen der Wert derer, die Arbeitslosigkeit und Einkommensverschlechterung als Grund angeben, signifikant hoch. Daher sei es ein Auftrag an die Politik, „alles zu tun, um Arbeit zu schaffen und möglichst alle NiederösterreicherInnen von fairen Arbeitseinkommen profitieren zu lassen“, so Androsch weiter.

„Der Weg aus der Schuldenfalle ist oft kein leichter. Jenen, die fremde Hilfe benötigen, um dauerhaft eine stabile finanzielle Lebenssituation zu erreichen, muss rasch und unbürokratisch geholfen werden. Wir wissen, dass eine vernünftige Schuldenregulierung unser gesamtes Sozialsystem entlasten kann“, so Landesrätin Schwarz.

Abschließend bedanken sich die beiden Landesräte für die vielen Stunden, die die MitarbeiterInnen in den Dienst der NiederösterreicherInnen gestellt haben: „Die Zahlen belegen, dass der Einsatz der Schuldnerberatung NÖ zahlreichen Menschen eine große Unterstützung war.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.