12.08.2016, 10:47 Uhr

Spitälerausbau in Niederösterreich voll im Plan

(Red.). - Text und Fotos v. NÖ Landeskliniken.

Seit der Übernahme der ehemaligen Gemeindespitäler unter das Dach der NÖ Landeskliniken-Holding läuft ein ambitioniertes Bauprogramm. Viele Um- und Zubauten sowie Sanierungsarbeiten konnten bereits abgeschlossen werden. Dadurch schafft die NÖ Landeskliniken-Holding eine moderne Infrastruktur und garantiert einerseits die Versorgung für die Patientinnen und Patienten und bietet anderseits den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein bestmögliches Arbeitsumfeld.

„Das Ausbauprogramm der NÖ Landeskliniken-Holding umfasst ein Bauvolumen von mehr als 2 Milliarden Euro und läuft nach der derzeitigen Planung bis ins Jahr 2022/2023. Alleine in diesem Jahr werden wir rund 270 Millionen Euro aufwenden, um die laufenden Bauprojekte voranzutreiben. Mit dem Bauprogramm der Holding schaffen wir moderne Gesundheitszentren als Nahversorger in den Regionen. Gleichzeitig geben wir damit auch wesentliche Impulse für die Wirtschaft, sorgen für Wertschöpfung in gleicher Höhe wie die Baurate und generieren damit 3.426 Arbeitsplätze“, gibt Spitals-Landesrat Mag. Karl Wilfing bekannt.

Neu im Zusammenhang mit den Bautätigkeiten in Niederösterreich ist, dass die NÖ Landeskliniken-Holding erstmals ein Standard-Raumbuch erarbeitet hat. „Dieses steht über allen Bauprojekten, da hier erstmals alle notwendigen Standards an einen modernen Spitalsbetrieb festgehalten wurden. Unter anderem wurden Raumgrößen, heruntergebrochen auf die jeweiligen Abteilungen, bis hin zum richtigen Fußboden für die verschiedenen Bereiche definiert. Damit sind wir in Niederösterreich einmal mehr Vorreiter und können sicherstellen, dass Planungsfehler hintangestellt werden“, erklärt Dipl. KH-BW Helmut Krenn.

Bauprojekte im Detail:
Im Universitätsklinikum St. Pölten wird weiter an Haus C & G, also dem Chirurgie Zentrum und der Gesundheitsstraße gebaut. „Das sogenannte Haus C wird das Lebensretterzentrum des Klinikums. Hier sind Unfallchirurgie und Notfallversorgung untergebracht, um die Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen. Künftig stehen damit den Mitarbeitern rd. 60.000m² Platz zur Verfügung“, so Wilfing zur Großbaustelle in St. Pölten. Das neu zu errichtende Haus C und die Gesundheitsstraße wurden gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses geplant, um künftig Patientinnen und Patienten noch besser und zeitgemäßer zu betreuen und zu versorgen. Größtes Augenmerk wurde dabei auf die Patientenströme und die funktionelle Ausrichtung der interdisziplinären Bettenstationen, Ambulanzen und OP-Bereiche gerichtet.

Im Landesklinikum Baden-Mödling laufen die Bauarbeiten an beiden Standorten weiter. In Mödling konnte in diesem Jahr bereits der Rohbau für die Pavillons B und C abgeschlossen werden. Dafür wurden insgesamt rund 26.700 Kubikmeter Beton sowie 2.850 Tonnen Eisen verbaut. Nun läuft der Innenausbau, zahlreiche Gewerke sind auf der Baustelle unter anderem mit dem Aufbau von Zwischenwänden, dem Einbau der Fenster sowie dem Aufstellen der Sanitärzellen beschäftigt. Am Standort Baden wird auf dem Areal östlich des bestehenden Klinikums noch heuer der Neubau eröffnet. Das neue Landesklinikum Baden besteht aus drei Pavillons zu je ca. 2.500 m² Fläche. Hier werden künftig 443 Betten – davon 24 Intensiv- und Dialysebetten – sowie 6 Operationssäle untergebracht sein.

Auch im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf ist am Standort Mistelbach der Neu- bzw. Umbau in vollem Gange. Errichtet wurden (Haus A):
Operations- und Intensivzentrum
ein Familienzentrum, das die Kinder- und Jugendabteilung sowie eine Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie enthält,
eine gemeinsame Erstversorgungs- und Aufnahmeeinheit,
Pflegestationen für den Bereich Innere Medizin inkl. Dialyse,
ein Ambulanzzentrum,
eine Palliativstation (Eröffnung Juli 2015)
Hubschrauberlandeplatz am Dach des Zubaus mit direktem Zugang zur Erstversorgungseinheit
Parkhaus mit 250 Stellplätzen

Nach Errichtung des Neubaus werden die Bestandsbauten saniert und als letzter Schritt Abbrucharbeiten und die Gestaltung der Außenanlagen vorgenommen. Der Zubau des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf ist fertig und mit 27. Oktober 2015 in Betrieb gegangen.

Im Landesklinikum Amstetten läuft derzeit unter anderem der Zu- und Umbau für die Onkologie, die Dialyse, die Gynäkologie und Geburtshilfe und die Küche. Bereits im April dieses Jahres kann die neue Radiologie eröffnet und damit ihrer Bestimmung übergeben werden. Die Gesamtfertigstellung ist dann für 2016/2017 geplant.

Das Landesklinikum Hainburg wird in den nächsten Jahren umfassend modernisiert und zu einem Gesundheitszentrum im Osten Niederösterreichs ausgebaut. Wesentliches Ziel dabei ist die Nutzung von größtmöglichen Synergien mit dem unmittelbar angrenzenden Pflegeheim. Der bereits fertiggestellte Zubau umfasst die Technik- sowie Lagerräume, Garderoben, die neue Küche und zwei Geschosse für Bettenstationen sowie die neue Rettungszufahrt samt Nebenräumen im Ost-Trakt und den neuen Logistikbereich im Kellergeschoss des Süd-Traktes. In der jetzt folgenden nächsten Bauphase wird der gesamte Ost-Trakt generalsaniert. Die Fertigstellung ist im 1. Quartal 2018 geplant. Nach der Renovierung des Süd- und West-Traktes ist die endgültige Fertigstellung des Bauvorhabens bis Ende 2021 geplant.

Das neue Landesklinikum Neunkirchen konnte Ende 2015 eröffnet werden. Derzeit erfolgen noch die Abbrucharbeiten am Altbestand und die Fertigstellung der Außenanlagen, die mit Ende 2016 fertiggestellt sein werden.

Im Vorjahr erfolgte der Spatenstich für die Bauphase 1 im Landesklinikum Mauer. In den nächsten Jahren wird das Landesklinikum umfassend erweitert und zu einem modernen Gesundheitszentrum für körperliche und seelische Gesundheit ausgebaut. Der Gesamtausbau des Klinikums soll in mehreren Bauphasen erfolgen. In der aktuellen Bauphase 1 werden der Neubau eines multifunktionellen Bettenhauses, die Forensik und die Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie und Tagesklinikplätze verwirklicht. Die Fertigstellung der derzeitigen Bauphase mit Inbetriebnahme ist im ersten Halbjahr 2018 vorgesehen.

Im Landesklinikum Lilienfeld werden zwei Operationssäle neu gebaut. Im Zuge dieser Arbeiten werden der Intensivbereich und der Aufwachraum räumlich zusammengeführt, um die Effizienz der Betreuung der Patientinnen und Patienten zukünftig noch weiter zu steigern. Der erforderliche Neubau wird an den bestehenden OP-Komplex angebunden. Der Baubeginn soll noch heuer starten, die Fertigstellung des Bauprojekts ist für das Jahr 2018 geplant.

Im Landesklinikum Stockerau starten Ende August / Anfang September die Vorarbeiten und Baustelleneinrichtung im 3. Obergeschoss des Klinikums. Hier werden zum Wohle der Patientinnen und Patienten zwei 6-Bett-Zimmer in zwei 3-Bett- und ein 4-Bett-Zimmer umgewandelt, Patientenbadezimmer erneuert. Auch die Arbeitsplätze sowie Untersuchungsräume werden modernisiert und neuen Standards angepasst. Ebenfalls im Herbst 2016 wird die Erstversorgungsambulanz im Erdgeschoss optimiert, um eine patientenfreundliche Gestaltung der Erstabklärung bzw. –versorgung zu ermöglichen.

Am Landesklinikum Wiener Neustadt laufen noch bis Ende 2019 bestandserhaltende Maßnahmen, die notwendig sind, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten bis zur Eröffnung des Klinikneubaus bestmöglich zu versorgen.

Im Landesklinikum Scheibbs werden heuer noch die Sanierungsarbeiten am Dachstuhl (Kupelwiesertrakt) abgeschlossen.

Im Landesklinikum Korneuburg werden Anfang September der neue Operationssaal und die übersiedelte Tagesklinik in Betrieb genommen. Zu den bereits 4 bestehenden Operationssälen wurde nach einer 12-monatigen Planungs- und 15-monatigen Umbauphase ein neuer Operationssaal sowie eine Ein- und Ausleitzone errichtet: hier werden Patientinnen und Patienten vor der Operation auf die Narkose vorbereitet, wo unter anderem der OP-Sicherheitscheck durchgeführt und nach der Operation die erste Aufwachphase beobachtet wird.
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