21.04.2016, 10:06 Uhr

Land OÖ contra Bodenatlas: "Haben keine degradierten Böden"

"Nicht das Bewirtschaftungssystem, sondern die Fruchtfolge hat den größten Einfluss auf den Humusgehalt", sagt Bodenexperte Christian Krumphuber. (Foto: panthermedia.net/menzephoto)
OÖ. "Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass die Qualität der oberösterreichischen Böden durchwegs ausgezeichnet ist", sagt Max Hieglsberger. Der schwarze Landesrat kontert damit einen Bericht der Umweltschutzorganisation Global 2000. Die Naturschützer geben seit Jahren den Bodenatlas heraus – und der Vorjahresbericht diagnostizierte, dass 17 Prozent der Böden in Europa degradiert, also kaputt, seien. 45 Prozent der Böden hätten – so Global 2000 – deutlich an Humus und Bodenlebewesen verloren.

"Diese Behauptungen gelten für Oberösterreich keinesfalls", sagt Hieglsberger. Gemeinsam mit dem Christian Krumphuber, Bodenexperte der Landwirtschaftskammer, zitierte der Landesrat Ergebnisse der OÖ Landesbodenuntersuchung. Und diese kommt zum Schluss: Die Humus-Situation in OÖ sei besser geworden, es gebe sogar leicht steigende Humus-Werte. Darüber hinaus lasse sich am Phosphorgehalt in den Böden feststellen, dass diese nicht überdüngt seien. Und auch die pH-Werte liegen, so die Studie, im guten Bereich.
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