19.09.2016, 18:23 Uhr

Leopoldstadt: Vorläufiges Endergebnis der Bezirksvertretungswahl mit Wahlkarten

Die Siegerin aus dem Zweiten: Uschi Lichtenegger (Mitte) wird die neue Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt. (Foto: Foto: Grüne 2)

Jetzt steht das vorläufige Endergebnis inklusive Briefwahlstimmen fest. Die Grünen bleiben mit 35,34 Prozent auf dem ersten Platz, gefolgt von SPÖ mit 28,06 Prozent und FPÖ mit 22,47 Prozent.

LEOPOLDSTADT. Fix war es bereits nach der gestrigen Auszählung der regulären Stimmen: Nach 71 Jahren in roter Hand, steht in der Leopoldstadt ein Machtwechsel bevor. Nun steht das Endergebnis inklusive der Briefwahlstimmen fest: Die Grünen erreichten demnach 35,34 Prozent der Wählerstimmen. Der Erwartung entsprechend, legten die Grünen mit den Briefwahlstimmen um weitere drei Prozent zu. Im Bezirksparlament ist die grüne Partei künftig mit 22 der ingesamt 60 Sitze die stimmenstärkste Fraktion.

Die SPÖ verlor bei der gestrigen Wahl 14,23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erreichte inklusive Briefwähler nun 28,06 Prozent. Sie verliert drei Sitze im Bezirksparlament und stellt künftig 17 Mandatare und den Bezirksvorsteher-Stellvertreter. Ob Noch-Bezirksvorsteher Karlheinz Hora dieses Amt einnehmen wird, ist noch unklar. Mögliche Nachfolge: Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Astrid Rompolt.

Für die FPÖ ändert sich nach der Anfechtung der Bezirksvertretungswahl wenig. Die Wahlwiederholung brachte 1,47 Prozent mehr – insgesamt 22,47 Prozent oder 14 Mandate im Bezirksparlament. Die ÖVP musste 5,10 Prozent einbüßen und erreichte 6,01 Prozent, was drei Mandaten in der Bezirksvertretung entspricht. Die NEOS schafften vom Stand weg 5,06 Prozent und sind ebenfalls mit drei Mandaten im Bezirksparlament vertreten.

Wahlbeteiligung: 35 Prozent

Für den ersten Platz reichten dieses Mal 8.839 Stimmen. Die SPÖ erreichte in absoluten Stimmen 7.017, die FPÖ 5.619 und die ÖVP 1.504. Die Wahlbeteiligung lag bei 35 Prozent bzw. 25.143 Stimmen.

7.422 Wahlkarten ausgestellt

„Insgesamt wurden 7.422 Wahlkarten ausgestellt. Aufgrund des bereits bekannten Produktionsmangels wurden in 3.170 Fällen die Wahlberechtigten kontaktiert und ein Austausch angeboten. 2.371 Wahlberechtigte haben die Wahlkarten getauscht. 799 Wahlberechtigte haben das angebotene Service nicht in Anspruch genommen“, heißt es in einer Presseaussendung aus dem Büro von Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ).

Das offizielle amtliche Endergebnis liegt erst am 26. September 2016 nach der Beschlussfassung durch die Stadtwahlbehörde vor.

Das Ergebnis im Detail:


Quelle: wien.gv.at

Hintergrund:

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