21.06.2016, 14:50 Uhr

Unternehmerin Mathilde Kurz blickt auf beinahe vier Jahrzehnte in der Damenmodenwelt zurück.

Mathilde Kurz steht selbst nach 39 Jahren in der Branche die Freude an der Arbeit immer noch im Gesicht.

„Ich würde alles ganz genau so wieder tun“

MATTERSBURG. Seit nunmehr zwölf Jahren ist Mathilde Kurz mit ihrer „Damenmode Hilde“ in Matterbsurg äußerst erfolgreich. Speziell wenn es um Unterwäsche geht, führt kein Weg an der quirligen Unternehmerin vorbei.
Doch es hätte auch ganz anders kommen können. Der eigentliche Wunsch der jungen Mathilde war es Kindergärtnerin zu werden. „Leider reichte mein musikalisches Talent dafür nicht ganz aus“, schmunzelt die Unternehmerin, beinahe 39 Jahre später.

„War nicht mein Traumjob“

Im Schlepptau von der Mutter wurden Geschäfte nach offenen Lehrstellen abgeklappert und bei Gazelle in Wr. Neustadt wurde ihr im Juli 1977 eine Lehrstelle zur Einzelhandelskauffrau angeboten. „Zu Beginn war ich darüber nicht sonderlich glücklich, da es nicht unbedingt mein ‚Traumjob‘ war. Erst als ich in der Mattersburger Filiale Urlaubsvertretung machte begann mir meine Arbeit richtig Spaß zu machen“, erinnert sich die heute 54-Jährige zurück.

„Endlich war es vorbei“

1980, inzwischen in der Gazelle Filiale in Eisenstadt angekommen, schloss Mathilde Kurz die Lehre mit Auszeichnung ab und erinnert sich mit einem breiten Grinsen zurück: „Meine ersten Gedanken war: Gott sei Dank, es ist vorbei“.

Mit 21 bereits Filialleiterin

Vorbei war es allerdings mit ihrer Tätigkeiten im Unternehmen noch lange nicht. Mit gerade einmal 21 Jahren schaffte sie den Aufstieg zur Filialleiterin. Bis zum Jahr 2000, unterbrochen nur von zwei Karenzeiten, hielt Kurz dem Unternehmen die Treue.

Wein statt Unterwäsche

Von 2000 bis 2004 ging es vom Unterwäscheverkauf zum Weinverkauf in die Domaine Pöttelsdorf, wo ihr Gatte als Kellermeister beschäftigt war.
Doch das Schicksal hatte andere Pläne mit Mathilde Kurz. Bei einem Besuch bei der ehemaligen Ausbildnerin, die zwischenzeitlich das Geschäftslokal in Mattersburg übernommen hatte, erfuhr sie, dass das Geschäft verkaufen sei.

Mann gab „grünes Licht“

„Nach einem kurzen Gespräch mit meinem Mann, der nur meinte: ‚Wenn du meinst, mach es einfach‘, stand mein Entschluss, den ich bis dato niemals bereut habe, fest den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen“, strahlt die sympathische Unternehmerin.

Großer Dank an die Familie

Und der war goldrichtig, wie Mathilde Kurz mit einem Lächeln im Gesicht berichtet: „Natürlich trägst du als Chefin auch mehr Verantwortung und hast mehr zu tun, aber der Dank zufriedener Kundinnen stellt dies alles in den Schatten. Mein Dank gilt aber auch meiner Familie, ohne deren Rückhalt und Verständnis vieles in dieser Form nicht realisierbar gewesen wäre. Ich hoffe natürlich, dass meine lieben Kundinnen mir auch weiterhin die Treue halten.“

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