23.08.2016, 11:03 Uhr

Race around Austria 2016 – eine Regenschlacht einmal rund um Österreich

(Foto: privat)
Das Rennen begann im strömenden Regen und endete mit Sektduschen. Trockene Phasen gab es demnach selten. Nichts desto trotz konnten diese widrigen Bedingungen die zwei Radfahrer Philipp Kaider aus Wolkersdorf und Bernhard Kornherr aus Pillichsdorf (Team Sport Vollmann) nicht bremsen. Die zwei starteten schnell in das Rennen und überholten schon nach kurzer Zeit die ersten Teams. Lediglich die Favoriten Severin Zotter (Gewinner Race across America 2015) und Lukas Kienast (mehrmaliger Sieger bei 24h Rennen) schafften es die zwei Weinviertler abzuschütteln.

Die fliegenden Wechsel erfolgten stündlich bzw. je nach Terrain im zehn Minuten Takt. Schlaf wurde durch Powernaps ersetzt welche auch plötzlich auftraten während man auf dem Rad saß und auf den nächsten Einsatz wartete. Nach einem kurzen „He du bist dran. FAHR FAHR FAHR“ war der Körper wieder im Rennmodus und die Wattzahlen konnten getreten werden.

Der Körper funktionierte Einwandfrei, jedoch der Geist war nach den ersten 36 Stunden nicht mehr zu gebrauchen. Entscheidungen mussten nun die Betreuer fällen. Die Wechsel planen. Achtgeben, dass die Athleten genug Nährstoffe zu sich nehmen. Ein Pensum von rund 8000 kcal musste pro Tag erreicht werden. Dies wurde in flüssiger Form zu sich genommen. Navigieren, sich um die Wäsche kümmern. Trocknen, ordnen, zusammenlegen frische Wäsche hinlegen. Die Räder in Schuss halten. Akkus laden, einkaufen und sich selbst mit Essen versorgen, Autopannen beheben, defekte Elektrogeräte ersetzen und vor allem in den frühen Morgenstunden für Motivation Sorgen.

Wenn man bedenkt, dass sich die neun Teammitglieder untereinander nicht kannten ist es erstaunlich wie schnell jeder seine Rolle gefunden hat und zu diesem tollen Ergebnis beigetragen hat.

Die Strecke von 2200 Kilometern und 30.000 Höhenmetern wurde in 3 Tagen, 3 Stunden und 22 Minuten zurückgelegt. Leider war die Großglockner Hochalpenstraße aufgrund des Wetters gesperrt und es musste über den Felbertauerntunnel ausgewichen werden. Dies wurde mit dem 2. Platz belohnt.
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