12.09.2016, 13:23 Uhr

Auf alten Pilgerwegen nach Frauenkirchen

Franz Wegleitner (Freunde der Basilika Frauenkirchen), MilDekan Wessely, Pfarrer Bucsi und Ivan Tarcsay (Foto: Freunde der Basilika)
Am Samstag, dem 10. September 2016 veranstaltete der Verein der „Freunde der Basilika Frauenkirchen“ seine traditionelle Fußwallfahrt. Die Wallfahrt wurde gemeinsam mit dem Verein Jakobsweg Burgenland, der Militärseesorge Burgenland und dem TÜPl Bruckneudorf organisiert. Ausgangspunkt war anlässlich der Ungarnrevolution vor 60 Jahren die „Brücke von Andau“. Über 100 Pilger trafen sich vor der Basilika in Frauenkirchen und fuhren mit Bussen und PKW zur „Brücke von Andau“, wo bereits zahlreiche Menschen auf ungarischer und österreichischen Seite des „Einserkanals“ warteten. Der Kanal wird hier, rund 9 km von der Ortschaft Andau entfernt, von einer vor 10 Jahren wieder errichteten Fußgeherbrücke überquert.
An diesem Ort flüchteten anlässlich der Ungarnrevolution rund 70.000 bis 80.000 Menschen nach Österreich. Die Brücke schrieb in den darauffolgenden Jahren Geschichte.
Der Militärdekan des Burgenlandes, MMag. Dr. Alexander Wessely beschrieb in ergreifenden Worten das Revolutionsjahr in Ungarn und spendete gemeinsam mit Pfarrer Lajos Bucsi aus Fertörakos/Kroisbach den Reisesegen.
Nach dem Reisesegen wanderten die Pilger entlang des „Skulpturenweges“ (hier stellten verschiedene nationale und internationale Künstler diverse Skulpturen, die an das Jahr 1956 erinnern sollen, auf). In Andau feierten die Pilger eine Andacht und betrachteten anschließend bei einer Agape im Feuerwehrhaus alte Wochenschau-Ausschnitte aus der Flüchtlingssituation 1956.
Nach weiteren Stationen ging es über den Westhof nach Frauenkirchen, wo die Pilger von Stadtpfarrer Pater Thomas begrüßt und in die Basilika geleitet wurden.
Die Festmesse in der Basilika wurde von Generalvikar Mag. Martin Korpitsch gemeinsam mit Pater Irenäus und Pfarrer Lajos Bucsi zelebriert. Gestaltet wurde die Messe vom Jugendorchester der Musikschule Frauenkirchen unter MMag. Dr. Günther Kleidosty, an der Orgel Iván Tarcsay.
Insgesamt nahmen bis zu 400 Personen an der Wallfahrt und an den Gottesdiensten teil.
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