20.06.2016, 14:51 Uhr

"Handarbeit ist eben Qualitätsarbeit!"

Für den Familienbetrieb aus Neckenmarkt ist das Verhältnis zum Wein ein ganz persönliches. (Foto: Foto: privat)

Das Weingut Juliana Wieder aus Neckenmarkt wurde mit seinem Bodigraben 2013 DAC Trophy Sieger 2016.

NECKENMARKT (EP). 1.565 Weinproben wurden bei der heurigen Weinprämierung Burgenland - best of Burgenland 2016 eingereicht, 593 Weine wurden mit Goldmedaillen ausgezeichnet. Zu den Gewinnern zählt auch das Weingut Juliana Wieder, das mit seinem Bodigraben 2013 DAC Trophy Sieger 2016 wurde. Der Familienbetrieb hat sich mit Herz, Leib und Seele dem Weinbau verschrieben. Das war nicht immer so. "Wir waren früher ein typisch landwirtschaftlich gemischter Betrieb, haben Felder bewirtschaftet und hatten Tiere im Stall", so Georg Wieder, der für die Weingärten und den Keller zuständig ist.


Auszeichnungen

Den Entschluss, sich mit einer Qualitätsoffensive ganz dem Weinbau zu verschreiben, hat der Absolvent der Weinbauschule Eisenstadt nicht einen Tag bereut. "Seit den 1980ern bauen wir auf Wein, tauschten in den letzten 30 Jahren Äcker gegen Weingärten, Rinderhalle gegen Abfüllraum, Schweinestall gegen Barriquekeller und Heulager gegen Buschenschank." Gemeinsam mit der gesamten Familie "schupft" er den Weinbaubetrieb, der sich über zahlreiche Auszeichnungen freuen kann.

Reifezeit

Bereits seit seiner Jugend stellt Georg Wieder mit großer Leidenschaft Weine her. "Ich war schon in meiner Kindheit in den Betrieb integriert." Der Siegerwein Bodigraben 2013 wächst in der besten Lage von Neckenmarkt. Die extrem steilen Südhänge sind schwer zu bewirtschaften. "Bodigraben ist die beste Lage, manche Reben auf dem Schieferboden sind 60 Jahre alt. Dementsprechend sind die Erträge, es stehen uns wenige Trauben zur Verfügung, diese sind aber die besten." Der Bodigraben 2013 wurde in Holz ausgebaut, dessen Reifezeit in den französischen Barriquefässern betrug 18 Monate.
Der edle Tropfen schmeckt würzig, hat eine dunkle Farbe und eine feine Fruchtnote. "Es ist ein typischer Blaufränkischer vom Holz unterstützt. Holz soll den Wein nur begleiten, der Wein selbst muss die erste Geige spielen", erklärt Georg Wieder. Die Weinbaufamilie vertraut auf bewährtes Wissen und ihr Bauchgefühl. "Die Besinnung zu unseren Wurzeln und die Bewahrung von Traditionen schließen die Offenheit für Neues jedoch nicht aus." Die 45 Hektar in den ältesten und besten Lagen von Horitschon und Neckenmarkt werden naturnah bearbeitet. Gelesen wird per Hand. "Denn Handarbeit ist einfach Qualitätsarbeit." www.weingut-juliana.wieder.at
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