24.06.2016, 16:35 Uhr

LR Darabos und Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich informieren über Tabu-Thema Inkontinenz

LR Norbert Darabos (mitte) klärt gemeinsam mit MKÖ-Präsident Lothar C. Fuith (re.) über die Volkskrankheit Inkontinenz auf. (Foto: LMS)

Die letzte Juni-Woche steht jedes Jahr im Zeichen der Inkontinenz. Ziel ist, betroffene Menschen über die Möglichkeiten der Vorbeugung sowie Behandlung zu informieren.

OBERWART. Gesundheitslandesrat Norbert Darabos und die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) setzen sich im Rahmen der heurigen Aktionswoche für ein verstärktes Bewusstsein und für die Enttabuisierung der Volkskrankheit ein.

Thema enttabuisieren

Eine Serie von Factsheets gibt ganz konkrete sowie leicht umsetzbare Tipps zu den unterschiedlichen Aspekten einer Blasen- oder Darmschwäche. „Obwohl vielfach Hilfe möglich wäre, wird das Thema Inkontinenz in unserer Gesellschaft noch immer tabuisiert. Nur die Hälfte sucht ärztliche Hilfe auf. Als Gesundheitslandesrat sehe ich es als gesundheitspolitische Aufgabe, dieses Problem zu enttabuisieren“, so Gesundheitslandesrat Norbert Darabos.

Nicht nur Alterserscheinung

Etwa 25.000 Burgenländerinnen und Burgenländer leiden an ungewolltem Harn- oder Stuhlverlust. Je älter man wird, desto eher werden Blase oder Darm schwach. Aber auch jüngere Menschen sind davon betroffen – so sind etwa eine Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes Risikofaktoren für eine Inkontinenz. „Harninkontinenz in der Schwangerschaft ist durchaus häufig“, informiert Gynäkologe und MKÖ-Präsident Lothar C. Fuith.

Auch Männer betroffen

Dr.in Claudia Dörfler von der urologischen Abteilung des Krankenhaus Oberwart weiß, dass im Durchschnitt die Häufigkeit der Blasenschwäche bei der gesamten männlichen Bevölkerung ca. 10% beträgt. Ab dem 70. Lebensjahr sind schon 30% aller Männer davon betroffen. Das Krankenhaus Oberwart ist dafür gerüstet und verfügt über eine urodynamische Ambulanz, die darauf eingerichtet ist, mit Hilfe von verschiedensten diagnostischen Möglichkeiten festzustellen, welche Inkontinenzform vorliegt. Für jede Form der Blasen- und Darmschwäche bieten alle burgenländischen Krankenhäuser Hilfe, Linderung und oft auch Heilung.
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