12.05.2016, 14:01 Uhr

Gemeinde Wolfau begrüßt die Aktion "Wir essen burgenländisch

Das Projekt testet nicht nur die Nahverstorgung im Burgenland aus, es bringt die Menschen auch zum Umdenken. Zu lange wurden regionale Nahversorger von Großkonzernen zurückgedrängt.

WOLFAU (kv). Auch der Wolfauer Bürgermeister Walter Pfeiffer steht hinter der Initiative: "Das stärkt die regionale Wirtschaft, anstatt dass wir ständig Produkte kaufen, die um die halbe Welt gekarrt worden sind." Die Region um Wolfau sei in Sachen Regionalität gut aufgestellt. Auch der Spar-Markt hat viele regionale Lebensmittel im Sortiment. "Natürlich gibt es immer Verbesserungsbedarf, aber das hängt auch immer von der Nachfrage ab", so der Bürgermeister weiter.

Frisches Brot vom Bäcker

Am einfachsten zu bewältigen ist in Wolfau der Brotkauf. Familie Stelzer radelt regelmäßig zur Bäckerei Bayer im Ort und holt sich ihr frisch gebackenes Brot. "Die ganze Familie lebt ganz bewusst, das betrifft nicht nur die Ernährung, sondern sind sie auch sportlich", so Martina Greiner, Verkäuferin in der Bäckerei. Die Bäckerei Bayer legt großen Wert auf kurze Anfahrtszeiten bei den Inhaltsstoffen. "Am einfachsten umsetzbar ist das beim Mehl, das ich zum Großteil von der Mühle in Litzelsdorf beziehe", so Heinz Bayer. Bei den Molkereiprodukten setzt er auf Nöm, die ihre Produkte ebenfalls von Bauern aus der Region herstellen. Die Eier stammen von Bauern der Umgebung. "Das ist gelebte CO2-Neutralität", so der Bäckermeister.

Problem: Essen gehen

Schwierig wird die regionale Ernährung, wenn man nicht zuhause isst. Am Wochenende unternahm Familie Stelzer mit Verwandten einen Ausflug in einen Freizeitpark. Als sich der Hunger meldete, trieb es die Regionalladys in die Kantine, doch das Angebot war ernüchternd. "Als ich das Restaurant betrat, schwand meine Hoffnung auf baldige Nahrungsaufnahme. Einerseits, weil das Angebot für Vegetarier nicht wirklich groß war und anderseits, weil es größtenteils Fast- (und leider auch Junk-Food) war, das angeboten wurde. Es folgte eine kurze Diskussionen mit Celine, die gerne ein Schnitzel mit Pommes gegessen hätte, aber die Vernunft siegte schlussendlich auch bei ihr", berichtet Yvonne Stelzer. Nach ihrer Rückkehr ließen sie sich eine gute burgenländische Jause schmecken mit Radieschen und Schnittlauch aus dem Garten.
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