05.08.2016, 09:32 Uhr

Diskussionsstammtisch rund um Streunerkatzen in Oberwart

Vertreter von Wir fürs Tier Oberwart und LA Karin Stampfel luden zum Stammtisch ein. Auch LH-Stv. Johann Tschürtz und 3. LT-Präs. Ilse Benkö waren dabei.

Landtagsabgeordnete Karin Stampfel und der Verein "Wir fürs Tier Oberwart" informierten über die Situation um das Problem Streunerkatzen.

OBERWART. LA Karin Stampfel (FPÖ) und der Verein "Wir fürs Tier Oberwart" luden zu einem Diskussionstammtisch zum Thema "Katzenkastration" ein.
"Mir ist der Tierschutz ein großes Anliegen und gerade das Thema Kastration von Streunerkatzen ist ein wesentliches", sagt Stampfel.
Seit 1. April gibt es eine Verpflichtung, dass auch Bauernhofkatzen, sofern sie nicht als Zuchtkatzen ausgewiesen sind, kastriert werden müssen. "Das Gesetz ist leider beim Thema Zucht sehr schwammig und wir erwarten eine entsprechende Stellungnahme vom Ministerium. Früher war es klar geregelt, Zucht nur mit Katzen, die einen Stammbaum haben und keinen Zugang ins Freie. Es gibt da keine einheitliche Linie in Österreich und weiter Spielraum für Interpretation", so Obfrau Alice Pichler.

Streunerkatzen ein Problem

"Streunerkatzen fallen oft gar nicht auf. Sie bergen eine Infektionsgefahr für Wild- und Heimtiere oder sorgen mit der Hinterlassenschaft von Kot, Urin oder durch lautes Miauen für Belästigung. Außerdem sind sie Träger von Zoonosen, das sind Krankheiten, die von Tier auf Menschen übertragbar sind", berichtet Pichler.
"Auch wenn manche Bürgermeister meinen, sie haben kein Problem damit, Streunerkatzen gibt es überall und sie vermehren sich unglaublich schnell, wenn man das nicht eindämmt", sagt Stampfel.

Fast 1.000 Katzen kastriert

Der Verein "Wir fürs Tier" besteht seit Oktober 2013. "In dieser Zeit haben wir fast 1.000 Streunerkatzen kastriert. Alleine 2016 waren es in Oberpullendorf rund 60, in Oberwart knapp 200", so Pichler.
Das Land Burgenland stellt seit einigen Jahren für die Kastration von Streunerkatzen Gutscheine zur Verfügung, die von den Gemeinden beantragt werden. Finanziert werden diese vom Land, Gemeinden und Tierärzteschaft zu je einem Drittel. Die Gutscheine können in der Gemeinde abgeholt werden. "Immer mehr Gemeinden machen von dieser Aktion Gebrauch, aber leider ist die Nachfrage noch nicht flächendeckend. Da ist noch einige Überzeugungsarbeit notwendig", sagt Stampfel.
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