13.04.2016, 18:30 Uhr

Stadttheater Grein: aufwändige Restaurierung steht an

GREIN. Das Stadt-Theater Grein wird künftig vielschichtiger genutzt. Österreichs älteste bürgerliche Theater soll im Alten Rathaus Platz für Empfänge, Hochzeiten, Lesungen, Konzerte und natürlich Theater bieten.
"Nach der Sanierung wird es auch Back-Stage Führungen geben", informiert der neue Kulturreferent Lothar Pühringer.
Das Stadtmuseum, von den ehemaligen Kulturreferenten Leopold Höller und Karl Hohensinner mit historischen Gegenstände aus Grein und dem Strudengau bestückt, gibt es in der bisherigen Form nicht mehr. Ein Museumsraum wird als zweite Künstler-Garderobe umfunktioniert. Der verbleibende Museumsraum bekommt, so Lothar Pühringer, einen Schwerpunkt, einen Bezug zum historischen Theater.

Bezug zum Theater
„Anlässlich 225 Jahre Stadt-Theater Grein setzen wir heuer im Stadt-Museum einen Schwerpunkt zum Thema 'Historische Theater in Europa' ", informiert Lothar Pühringer. Vor zwei Jahren wurde das Stadttheater Grein international geadelt und in die ‚Europastraße Historischer Theater‘, aufgenommen. Was in der Fußball-Sprache heißt: Das sanierungsbedürftige Stadttheater spielt jetzt in der Champions League.

Zusammenarbeit bei Planung

Geht alles nach Plan, sollen bis zum Jahrsende Planung und Finanzierung der barrierefreien Sanierung des Theaters abgeschlossen sein. Das Theater ist in einem desolaten Zustand. Die wertvolle Inneneinrichtung geht wegen des Raumklimas, der wechselnden Luftfeuchtigkeit, kaputt. Der Zuschauerraum mit Boden, Bestuhlung Sperrsitzen, Wände und Decke muss aufwändig restauriert werden. Es fehlen eine zeitgemäße Theater-Technik und Umkleidemöglichkeiten. „Parteien, örtliche Vereine, Kulturdirektion des Landes und Denkmalamt arbeiten unter Federführung von Architekt Klaus Leitner vorbildlich am Sanierungs- und Raumkonzept zusammen“, ist Lothar Pühringer hoch erfreut.

Sanierung 2017
Nach Einschätzung des Kulturreferenten könnte mit den Sanierungsmaßnamen und Bauarbeiten nach der Sommersaison 2017 begonnen werden. Der Kostenrahmen ist noch nicht abgeklärt, dürfte aber bei drei Millionen Euro liegen.
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