25.08.2016, 11:07 Uhr

125 Jahre Musiktradition des Kurorchesters

BAD GASTEIN (rau).Das Johann-Strauss-Orchester Salzburg erfreut Gäste aus aller Welt in Bad Gastein mit stimmungsvoller klassischer Unterhaltungsmusik und stellt eine nicht mehr wegzudenkende Bereicherung des Kulturprogrammes der Kurgemeinde dar. Kürzlich wurde zum Jubiläumskonzert „125 Jahre Musiktradition in Bad Gastein“ eingeladen, wobei auch die neue CD Produktion der Kurmusik präsentiert wurde. Auf den Konzertprogrammen stehen Operetten- und Musicalmelodien, Filmmusik, Solo-Piècen, und um Johann Strauss. Seit 1988 ist Baldur Pauß, der künstlerische Leiter des Johann-Strauss-Orchesters Salzburg, in der Funktion des Kurkapellmeisters tätig und bemüht, die lange kulturelle Tradition in Bad Gastein fortzusetzen. Schon im 19. Jahrhundert wurde während der sogenannten "Badezeit" im damaligen "Wildbad Gastein" bei besonderen Anlässen vor Gästen aufgespielt. Die Kurkonzerte etablierten sich schnell zum gesellschaftlichen Ereignis. Bad Gastein wurde zum beliebten Erholungsort für Adel, Prominenz und Diplomatie. Unter den prominenten Gästen fanden sich Angehörige von Kaiserfamilien genauso wie die großen Komponisten Franz Schubert und Johann Strauss. Das Jahrhundert des Walzers und der Operette hatte begonnen. In allen größeren Kurorten wurde nun Unterhaltungsmusik gespielt. Als in Bad Gastein im Jahr 1890 die erste offizielle Kurkapelle verpflichtet wurde, war die Operette an ihrem ersten großen Höhepunkt angelangt. Es war dies die Zeit der "Goldenen Operettenära" mit Operetten von Offenbach, Suppé, Johann Strauss und Millöcker. Das Kurorchester Bad Gastein entwickelte sich unter den Musikdirektoren Fritz Recktenwald (1923 - 1945) und Hans Schneider (1946 - 1964) zu einem der bemerkenswertesten Orchester von Österreich. Sogar viele Musiker der Wiener Philharmoniker gingen aus dem Kurorchester Bad Gastein hervor Die Musikdirektoren Oswald Unterhauser und Milan Klicnik führten die Musik-tradition im modernen Bad Gastein weiter.

Foto: Konrad Rauscher
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