15.06.2016, 08:16 Uhr

Friedensgebet als starkes Zeichen für Miteinander

Die Begrüßung erfolgte in vielen unterschiedlichen Sprachen. (Foto: Foto: privat)
ALTENFELDEN. Die Kirche setzte vorige Woche ein bedeutendes Zeichen für den Frieden. Anlass dafür war der schreckliche Brandanschlag auf das – noch unbewohnte – Asylwerberheim in Altenfelden.Im multireligiösen Friedensgebet wurde bewusst aufgezeigt, wie gut gelebte Integration, ein wertschätzendes Miteinander und der gegenseitige Respekt funktionieren können. „Aufstehn, aufeinander zugeh´n, voneinander lernen, miteinander umzugehn.“ Dieses Lied, welches die mehr als 300 Besucher gemeinsam sangen, war das Motto des Friedensabends.

Beispiele für funktionierende Integration

Wie diese Art von Integration gelingen kann, wurde dem Publikum gemeinsam von Asylwerbern und deren BetreuerInnen beispielhaft aus vier Pfarren aus dem Oberen Mühlviertel verdeutlicht. Vom wöchentlichen Kulturaustausch-Stammtisch und dem Verkaufsstand beim Bauernmarkt über das gute Miteinander von Schülern unterschiedlicher Herkunft in der Schule bis hin zum gemeinsam neu belebten Pfarrhof, wo die Vielfalt deutlich spürbar ist. Sie alle sind dankbar und glücklich, dass sie so viel Wertvolles voneinander lernen dürfen.

Gebet, Impulse und Lieder

Auf die Gemeinsamkeiten schauen, sich einander annehmen und gegenseitig sich Gutes tun und voneinander profitieren. Diese Leitgedanken waren auch der rote Faden für das gemeinsame Gebet, welcher eine gute Balance zwischen Gebet und Impulsen, aktives aufeinander Zugehen und passenden Liedern aufzeigte.
Musikalisch umrahmt wurde diese Feier vom „Pax-Nobis-Chor“, dem Friedenschorprojekt aus Rohrbach. Ein Chor mit einer Vielfalt an Sängern aus Österreich, Somalia, Afghanistan, Irak und Syrien. Das abschließende bestärkende Segensgebet und das Lied, welches alle Menschen verbindet „We are the world“ machten dieses multireligiöse Friedensgebet zu einem hoffnungsvollen Ankerpunkt für viele Menschen.
Das Vorbereitungsteam der Katholischen Jugend Oberes Mühlviertel, des kbw und der Pfarre Altenfelden und die Betriebsseelsorge blickt auf ein geglücktes und hoffnungsstiftendes Friedensgebet zurück.
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