20.04.2016, 10:40 Uhr

Ärzte retten kleines Baby mit erstmaligem Eingriff in Salzburg

Alles ist gut gegangen - die kleine Bobbi mit ihrer Mutter Semmi und Univ.-Prof. Dr. Roman Metzger (links) und Dr. Christian Heil (rechts) am Tag der Entlassung. (Foto: SALK/Weinberger)
SALZBURG (ck). Die Eltern der kleinen Bobbi kommen aus Amsterdam und befanden sich im Skiurlaub im Salzburger Land, als man aufgrund von verminderten Kindesbewegungen die Entbindung per Kaiserschnitt im Krankenhaus Schwarzach Anfang März durchführte. Bobbi hatte ein Geburtsgewicht von 2.170 Gramm. Bei genaueren Untersuchungen bemerkte man, dass die kleine Bobbi eine angeborene Speiseröhrenfehlbildung hatte, eine Ösophagusatresie. Die Ösophagusatresie ist eine sehr seltene Fehlbildung der Speiseröhre, die in verschiedenen Formen vorkommt. Trotz intensiver Bemühungen seitens der Familie und der Neonatologie konnte Bobbi zur weiteren Versorgung nicht in die Niederlande verlegt werden. Prof. Metzger und sein Team führten schließlich bei einem Körpergewicht von knapp 2000g die minimalinvasive Rekonstruktion dieser Fehlbildung durch. Die Operation verlief ohne Komplikationen, frei von Problemen. Es handelt sich dabei um die erste minimalinvasive Korrektur einer angeborenen Speiseröhrenfehlbildung in Salzburg.
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