08.09.2016, 13:44 Uhr

Auf einen Kaffee mit dem Abc

Michaela Stangl und Brigitte Bauer vom Basisbildungszentrum abc Salzburg luden in ihrem Pop-up-Café zum Austausch freundlicher Botschaften.

Unter dem Motto „hisitzn, schreim – mitnehma, gfrein“ lud das abc Salzburg zum Austausch netter Botschaften

Zum Weltalphabetisierungstag am heutigen 8. September öffneten Brigitte Bauer und ihre Mitarbeiterinnen vom Basisbildungszentrum abc Salzburg ein Pop-up-Café auf der Schranne. Neben dem Genuss von Kaffee und Keksen waren die Besucherinnen und Besucher dazu eingeladen, freundliche und ermutigende Botschaften auf Karten zu schreiben – im Gegenzug dafür durften sich die Kaffeehaus-Literaten auch eine Botschaft eines oder einer Unbekannten mitnehmen.

Hier geht es zum Basisbildungszentrum abc Salzburg

"Die Aktion kommt sehr gut an, die Leute überlegen zwar meistens kurz, was sie schreiben sollen – aber bisher ist noch jedem etwas eingfallen", freut sich Brigitte Bauer. Sie weiß, dass es für Menschen, die nicht ausreichend lesen und rechnen können, eine große Hürde ist, diese Schwäche einzugestehen. Wir hoffen natürlich, dass unsere Kursangebote sich auf diesem Weg auch ein bisschen verbreiten. Wenn man weiß, dass 15 von 100 Erwachsenen nicht ausreichend lesen und schreiben können, dann kann man sich ausmalen, dass auch im eigenen Bekanntenkreis wer darunter ist."

Die Gründe dafür sind vielfältig, die Auswirkungen für Betroffene aber ähnlich: Sie schämen sich dafür und versuchen ihre Schwächen im Alltag so gut wie möglich zu verstecken.

Lesen Sie dazu auch aus unserem Archiv: Späte Freundschaft mit dem Alphabet
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