07.07.2016, 00:00 Uhr

Nur bei Maximilian Ratzenböck sprechen Weltfußballer Dialekt

Maximilian Ratzenböck zeigt sein Bühnenprogramm "Nachspielzeit" am 8. September im Kubinsaal Schärding. (Foto: privat)

Der Serienstar aus Taufkirchen an der Pram geht unter die Stand Up Comedians – am 8. September kommt er mit seinem Programm "Nachspielzeit" in die Heimat.

TAUFKIRCHEN (ska). Im Interview verrät der Taufkirchner, warum er Ronaldo und Co. Innviertlerisch sprechen lässt, warum er in seinen Parodien auf das "Absurde" setzt und was seine "erfolglose" Kickerkarriere mit seinem Bühnenprogramm zu tun hat.

BezirksRundschau: Man kennt Sie als Konstantin aus Wien - Tag und Nacht und als Valentin aus Köln 50667. Wer ist Maximilian der Stand Up-Comedian?
Maximilian Ratzenböck: Maximilian der Stand up Comedian versucht dann lustig zu sein, wenn er denkt, es passt. Nicht, wenn es das Drehbuch vorschreibt. Außerdem ist Maximilian um einiges lockerer und sympathischer als die beiden anderen Burschen.

Mit Ihren Videos auf Facebook haben Sie bereits für viel Aufsehen gesorgt. Sie parodieren Neuer, Ronaldo und Co. nach wichtigen Fußballspielen auf Innviertlerisch – warum Fußball? Und warum im Dialekt?

Weil es so absurd ist. Beides, der Dialekt und der Inhalt. Weil es das niemals geben wird, dass besagte Fußballspieler in einem Interview von einem „Blasmusifest" oder einem „Schleiferkirtag" sprechen – bei mir schon. Fußball als Thema deshalb, weil es ein großer Teil meines Lebens ist, und immer war, wie bei vielen anderen.

"Ich war nie Profi, schwer zu glauben, aber wahr – jetzt ist es raus"


Sind Sie selbst fußballerisch aktiv? Und wenn ja, wird das auch Thema Ihrer Show sein?
Ich war nie Profi, schwer zu glauben, aber die traurige Wahrheit – jetzt ist es raus (lacht). Zwölf Jahre lang war ich aktiv. Das hat mir bei "Nachspielzeit" auf jeden Fall geholfen, da man als Außenstehender nicht weiß, wie es auf einem Unterhausplatz zugeht. Und das ist auch Thema meiner Show, nur in kleinen Teilen jedoch, weil ich mit meiner erfolglosen Fußballkarriere nicht angeben will.

Ihre Videos werden auf Facebook zu tausenden geliked und geteilt. Hätten Sie anfangs mit so viel Zuspruch gerechnet?
Nein gar nicht. Die Absicht war anfangs auch gar nicht gegeben. Ich habe es nicht gemacht, um möglichst viele Leute anzuziehen, ich fand die Kombination von millionenschweren Weltfußballern und unserem Dialekt einfach nur lustig.

Wie kommt das Publikum außerhalb Oberösterreich mit dem Dialekt klar?
Das werden wir noch sehen (lacht). Ich bin aber guter Dinge, dass ich mein Programm auch außerhalb unseres schönes Bundeslandes verständlich machen kann. Wenn nicht, werde ich einfach meinen Namen tanzen. Oder den Namen Walter.

Ihre Fans kennen die "Nachspielzeit" auf dem Bildschirm – wie können sie sich das Programm auf der Bühne vorstellen?
Es ist eine Mischung aus besagten Videos und Stand-Up zu verschiedensten Themen. Fußball ist entsprechend der Grundidee ein wichtiger Bestandteil, wenn nicht der größte. Ich bin aber auch der Meinung, dass es auch andere Sachen gibt, über die man, grad in so einer Zeit sprechen sollte, wenn man es schon auf einer Bühne macht.

Sie haben bereits erste Auftritte hinter sich – wie fühlt es sich an, dem Publikum direkt „ausgeliefert“ zu sein?
Ich habe soviel Spaß an der Sache. Von ausgeliefert sein, möchte ich gar nicht sprechen, da das Publikum erst den eigentlichen Reiz ausmacht. Die Interaktion, kurze Unterhaltungen, eventuelle Sticheleien sind wichtig für die Beziehung zum Publikum während der Show, was für mich mit das ansprechendste an der ganzen Sache ist.

Und was wird jetzt aus dem Kölner Valentin?


Hat „Valentin" noch eine Zukunft, wenn das Stand-Up-Comedy-Geschäft läuft?
In diese Richtung ist nichts entschieden. Ich sehe mich selber mittel- und langfristig auf der Bühne und lege da auch mein Hauptaugenmerk drauf.

Wohin führt Sie Ihre Tour noch außer Schärding?
Die Nachspielzeit Live Tour 2016 führt mich in beinahe jedes Bundesland und auch nach Bayern, die Termine werden alle nacheinander bekannt gegeben und fixiert, viele stehen aber schon fest. Die Daten für größere Städte wie Wien, Salzburg und Innsbruck stehen schon, auch kleinere wie Neustift im Mühlkreis sind bereits datiert. Nach und nach werden immer mehr Termine rausgegeben, also auf jeden Fall am Ball bleiben (2 Euro ins Phrasenschwein) auf Facebook und auf www.maximilianratzenboeck.com.


Nachspielzeit in Schärding

Maximilian Ratzenböck ist am Donnerstag, 8. September, um 20 Uhr mit seinem Programm "Nachspielzeit" im Kubinsaal Schärding zu sehen. Vorverkaufskarten gibt es bei allen Raiffeisenbanken, Libros, in allen Trafiken und auf www.oeticket.com

Übrigens: Die BezirksRundschau verlost zwei Tickets für Maximilian Ratzenböcks Show in Schärding. Einfach unsere Facebook-Seite (BezirksRundschau – Mein Bezirk Schärding) liken und kein Gewinnspiel verpassen.
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