20.04.2016, 14:10 Uhr

Re-Use Box kommt nach Schwaz

Wiederverwertung und Reparatur auch im gewerblichen Sektor

SCHWAZ (dw). Der Gedanke der Wiederverwertung und der sorgsame Umgang mit Ressourcen führten zur Entwicklung des Tiroler Re-Use Netzwerkes. Zahlreiche Repaircafes von Freiwilligen organisiert sind erfolgreich und handwerkliche Fähigkeiten in der Reparatur von Gegenständen sind wieder gefragt.
„Jetzt greift der Gedanke der Wiederverwertung und Reparatur auch im gewerblichen Sektor“, meint Umweltreferent GR Hermann Weratschnig und freut sich über die Re-Use-Box am Schwazer Recyclinghof.  Das Pilotprojekt Relectro sieht die permanente Sammlung von Elektroaltgeräten vor.
„Flachbildschirme, PCs, Laptops, Tablets, Smartphones, aber auch Fernseher, Laserdrucker, Waschmaschinen und Geschirrspüler können kostenlos zu den Öffnungszeiten des Schwazer Recyclinghofes abgegeben werden“, erklärt Matthias Zitterbart, Initiator der Sammlung. „Nur Geräte in gutem Zustand gehören in die Re-Use-Box. Alles andere normal in den E-Schrott“, so Zitterbart von der Fa. Daka, die den Schwazer Recyclinghof seit Jahren betreiben. „Die Daten auf PCs werden durch eine zertifizierte Löschsoftware entfernt. Die Waren landen schlussendlich nach Prüfung und Reparatur im Warenhaus des Roten Kreuzes in Wörgl, die im Partnernetzwerk dabei sind. Das Pilotprojekt wird von mehreren Firmen unterstützt und läuft als Pilotprojekt bis Februar 2017. Die Wiederaufbereitungsarbeit erfolgt unter Mithilfe von 3 Menschen vermittelt über den Verein WIR und der Lebenshilfe Tirol,“ beantwortet Zitterbart alle Fragen des Projektes. „Repair, Reuse und Recycle sind die Ziele, die wir im Freiwilligenbereich und im gewerblichen Sektor unterstützen wollen“, ist der Schwazer Umweltreferent Weratschnig überzeugt. „Schwaz steigt als Vorreiter mit Mut und Überzeugung in das österreichweite Pilotprojekt ein. Wir schonen damit knappe Ressourcen, vermeiden E-Schrott und reduzieren CO2 aufwändige Neuprodukte. Kreislaufwirtschaft steht als Umweltstadt auf unserer Agenda der kommenden Jahre. Alle Schwazer sind dazu eingeladen“, so Weratschnig abschließend.
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