06.04.2016, 15:11 Uhr

Pistensanierung am Flughafen bis Ende Mai

Starts und Landungen müssen teils geändert werden.

Bis 24. Mai 2016 wird der Flughafen Wien Sanierungsarbeiten auf der Piste 11/29 durchführen. Notwendig sind diese Arbeiten aus Sicherheitsgründen: Der erste Abschnitt der Piste 11/29 wurde Ende der 1940-iger Jahre errichtet. Ende der 1960-iger Jahre erfolgte eine Verlängerung in östliche Richtung. Seither wurde nur einmal vor rund 20 Jahren die Deckschicht großflächig saniert. Ende der 1990-iger Jahre wurde die Piste auf die heutige Länge von 3500m ausgebaut. Bei der Landung eines Flugzeuges wirken mehrere hundert Tonnen auf den Pistenbelag (2015: 80 Landungen pro Tag). Ein Unterlassen dieser Sanierungsmaßnahmen hätte gravierende Sicherheitsgefährdungen bei Starts und Landungen von Flugzeugen zur Folge.
Da derartige umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Piste 11/29 im Winter nicht möglich sind und mit Beginn der Sommerreisezeit abgeschlossen sein müssen, beginnen die Sanierungsarbeiten an der Piste 11/29 am 06. April 2016 und sollen bei optimaler Wind- und Wetterlage voraussichtlich bis 24. Mai 2016 abgeschlossen sein. Aufgrund des laufenden Flugbetriebes ist es außerdem nur möglich, die Arbeiten in verkehrsruhigen Zeiten durchzuführen. Im Detail werden in 30 Nächten zwischen 21:00 und 7:00 Uhr sowie an sechs Wochenenden von Freitag 21:00 Uhr bis Sonntag 16:00 Uhr die Sanierungstätigkeiten durchgeführt. Während dieser Stunden muss die Piste 11/29 komplett gesperrt werden und kann für Starts und Landungen nicht verwendet werden. Im Zeitraum 15. bis 30. April werden auch tagsüber am östlichen Pistenende (Schwelle 29) Bauarbeiten durchgeführt. In dieser Zeit ist zwar keine Totalsperre notwendig, aber es sind Landungen auf der Piste 11/29 nur aus Richtung Westen kommend möglich. Starts sind davon nicht betroffen. Die Entscheidung über die Pistensperre und Durchführung der Bauarbeiten wird täglich abhängig von der tatsächlichen lokalen Wind- und Wettersituation am Flughafen Wien getroffen und auf der Homepage veröffentlicht werden.

Umfangreiche Sanierungsarbeiten auf 210.000 m² Fläche

In den Nachtstunden können im Normalbetrieb nur Landungen von Flugzeugen auf der Piste 16 stattfinden. Durch die Sperre der Piste 11/29 ist es erforderlich, die Piste 16/34 in alle Richtungen zu nutzen. Dies führt in der Nacht von 21:00 – 07:00 Uhr zur Nutzung von sonst nur untertags genutzten Start und Landerichtungen, sowie untertags an Wochenenden zur Erhöhung des Flugverkehrs auf der Piste 16/34. Auswirkungen dieser erforderlichen Ausnahme werden im Wesentlichen in den Gebieten Mannswörth (Schwechat), Fischamend, Kleinneusiedl und Enzersdorf an der Fischa, Margarethen/Moos, Schwadorf, Stixneusiedl, Gallbrunn, in Groß Enzersdorf, Essling/Wien 22 auftreten. Bemerkbar wird diese Ausnahme vom üblichen Flugbetrieb auch in den entfernter gelegenen Gemeinden unter den An- und Abflugrouten zur Piste 16/34 sein.


Auswirkungen abhängig von Windverhältnissen

Das Ausmaß der Auswirkungen hängt von den tatsächlichen lokalen Windverhältnissen am Standort Flughafen ab. Alternative Varianten der Projektdurchführung wurden geprüft und hätten lediglich eine Verlängerung der Sanierungsdauer und damit eine noch längere Belastung für die Anrainer zur Folge.

Umfassende Information im Internet und via Umwelttelefon

Das Bemühen um möglichst geringe Auswirkungen und eine offene und transparente Information über das Projekt haben für den Flughafen Wien höchste Priorität. Daher werden detaillierte Informationen über die Pistensanierung, den laufenden Projektfortschritt sowie eine tägliche Information über die Durchführung der Arbeiten in den nächsten Wochen hierauf der Flughafen Wien-Homepage abrufbar sein. Für interessierte Besucher werden an den Wochenenden außerdem kostenlose Baustellenbesichtigungen angeboten werden, Informationen zu Anmeldung und Ablauf werden ebenfalls auf der Flughafen Wien-Homepage demnächst veröffentlicht. Die tatsächlichen Flugbewegungen sind auf der Homepage www.flugspuren.at abrufbar. Die detaillierten Auswirkungen hinsichtlich des Mediationsvertrages und Lärmmessungen werden vom Verein Dialogforum Flughafen Wien unabhängig evaluiert und im Evaluierungsbericht veröffentlicht.
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