29.04.2016, 00:00 Uhr

Zentrum für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten

Stadträtin Sonja Wehsely und die Obfrau der WGKK, Ingrid Reischl, bei der Eröffnung des neuen Selbstvertretungs-Zentrum in der Simmeringer Hauptstraße mit Betroffenen und Unterstützern. (Foto: PID/Jobst)

Das Selbstvertretungs-Zentrum Wien wurde feierlich eröffnet.

"Früher nannte man uns ,geistig behindert'. Das finden wir abwertend. Jetzt nennen wir uns Menschen mit Lern-Schwierigkeiten", steht auf der Homepage von People First,dem Selbstvertretungszentrum Wien. Die neuen Räumlichkeiten wurden am 27. April 2016 in der Simmeringer Hauptstraße 30-32 eröffnet.

Zwei Frauen und zwei Männer, selbst Betroffene, sind für die Angebote und die Leitung des Zentrums zuständig. Bei der Umsetzung ihrer Vorhaben stehen ihnen zwei Unterstützer mit Rat und Tat zur Seite.

Gegründet wurde das Zentrum, um Diskriminierung zu vermindern, über Rechte zu informieren und Menschen mit Lern-Schwierigkeiten auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu integrieren. Seit der Gründung im Jahr 2001 ist schon viel passiert. So haben sich auch die Angebote ausgeweitet.

Zu den Angeboten im neue eröffneten Zentrum zählen neben der Informations- und Aufklärungsarbeit etwa die Weiterbildung, Vernetzung von Selbstvertretungsgruppen und das Erstellen von Materialen in leichter Sprache. Damit sind Texte gemeint, die besonders einfach zu verstehen sind.

"Menschen mit Lern-Schwierigkeiten wollen selbst über ihr Leben bestimmen, ganz nach dem Motto der People First Bewegung: ,Nichts über uns, ohne uns!'", so Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely.

Im Selbstvertretungszentrum in der Simmeringer Hauptstraße 30-32 finden regelmäßig kostenlose Gruppen-Treffen statt. Bislang gab es etwa ein Theaterstück und eine Info gegen Gewalt durch die Polizei.
Die nächsten Termine sind am 9. und 16. Mai von 14 bis 16.30 Uhr. Die Themen werden rechtzeitig auf www.svz.wien veröffentlicht.
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