06.04.2016, 08:16 Uhr

Die Feuerwehren im Bezirk suchen Nachwuchs

Michael Pirker ist Bezirksbeauftragter für Jugend und Sport

162 Jugendliche sind im Bezirk Mitglied der Feuerwehrjugend. Die Wehren suchen dringend Nachwuchs.

BEZIRK ST. VEIT. Die Feuerwehrjugend gilt als eine der größten Jugendorganisationen in Österreich. Im Bezirk St. Veit sind derzeit 162 Jugendliche Mitglied der Feuerwehrjugend.
Geht es nach dem neuen Bezirksbeauftragten für Jugend und Sport, viel zu wenig. "Die Feuerwehren suchen Nachwuchs. Die Feuerwehrjugend gilt als Vorbereitung auf den Dienst in der Feuerwehr. Es ist eine sinnvolle Tätigkeit, man lernt für das Leben", sagt Michael Pirker.

Ab in den Aktivstand

Mit zehn Jahren kann man der Gruppe beitreten, mit 15 Jahren erfolgt der Wechsel in den Aktivstand. "Wenn pro Jahr ein Jugendlicher wechselt und langfristig bei der Feuerwehr bleibt, wäre schon geholfen", weiß Pirker, dass es nicht einfach ist, Mitglieder zu bekommen. Mit steigendem Alter sinkt die Bereitschaft für die aktive Mitarbeit. "Und wird jemand überredet, dann bleibt er auch nicht lange".
Um mehr Jugendliche für den Feuerwehrdienst zu interessieren, werden auch Vorträge in Schulen gehalten.

Mädels gesucht!

Vor allem Mädels hätte der St. Donater Feuerwehrmann gern mehr im Dienst. "Leider kommen viel zu wenig Mädels zur Feuerwehr", sagt Pirker, dass von 162 Jugendlichen gerade mal 43 Mädchen Mitglied der Feuerwehrjugend sind.
Derzeit haben 20 Feuerwehren im Bezirk eine Feuerwehrjugend. Pirker fände es wichtig, das jede Wehr eine Feuerwehrjugend hätte. Das wäre aber nicht so einfach. "Manche Wehren haben dafür leider zu wenig Ressourcen. Um eine Jugendgruppe vernünftig führen zu können, sind mindestens zwei Funktionäre nötig", erklärt Pirker, dass natürlich auch das Budget eine Rolle spiele.

Wichtigstes Kapital

"Die Jugend ist unser wichtigstes Kapital", fügt Bezirksfeuerwehr-Kommandant Egon Kaiser hinzu. Er verweist auf die Wichtigkeit der Jugendlichen in der Wehr. "Wir müssen die Jugend für die Feuerwehr interessieren, denn nur so können wir künftig auch die Einsatzbereitschaft sicher stellen", weiß der Bezirkschef.
Neben Jugendlager, Wettbewerben, Jugendtreffen oder gemeinsamen Aktivitäten erwartet die Jugendliche in der Feuerwehrjugend eine Gemeinschaft.
"Soziale Kompetenzen werden herausgebildet. Die Mitgliedschaft macht Spaß, man lernt Leben retten. Ist es daher nicht cool, bei der Feuerwehr zu sein?", hofft Pirker auf mehr Mitglieder.



Die Feuerwehrjugend
Sie ist eine der größten Jugendorganisationen in Österreich. Über 26.000 Mitglieder zählt sie. Der Feuerwehrjugend können Mädchen und Buben im Alter zwischen zehn und 15 Jahren beitreten. Sie gilt als Vorbereitung auf den Dienst in der Feuerwehr.

Bezirk St. Veit
Insgesamt 162 Jugendliche sind im Bezirk in der Vereinigung, davon 119 Buben und 43 Mädchen (Stand 2015).
20 Wehren haben eine Feuerwehrjugend: Thalsdorf, Launsdorf, Zweikirchen, Brückl, Eberstein, Klein St. Paul, Wieting, Hüttenberg, Guttaring, Friesach, St. Salvator, Grades, Micheldorf, Straßburg, Glödnitz, Kappel, Meiselding, Gurk, Althofen, Zeltschach.

Ansprechpartner: Die örtliche Feuerwehr oder Michael Pirker, 0664/425 60 33, michael.pirker@hotmail.com
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