19.04.2016, 16:00 Uhr

Den Snowboarder zog es auf den Weinhang

Ex-Snowboardprofi Christoph Maltschnig erfüllte sich in Lebmach seinen Traum vom eigenen Weingut

Der Feldkirchner Christoph Maltschnig wurde als Snowboarder bekannt. Jetzt ist er selbstständiger Winzer.

FELDKIRCHEN, LEBMACH (stp). Vor wenigen Jahren raste er noch durch die Snowboard-Kurse im Weltcup. In wenigen Wochen schließt der Feldkirchner Christoph Maltschnig die Winzer-Ausbildung in Silberberg ab. "Vor zwei Jahren habe ich den Entschluss gefasst, mit dem Weinbau anzufangen", erzählt der 27-jährige und weiter: "Nach dem Ende meiner Karriere als aktiver Snowboarder habe ich kurz in Ossiach als landwirtschaftlicher Verwalter gearbeitet. Da habe ich aber schon gemerkt, dass ich gerne auf eigenen Füßen stehen möchte."

„Ich wollte ein Produkt finden, hinter dem ich voll stehe und mit dem ich auch Geld verdienen kann.“
-Christoph Maltschnig

Nach einer "Findungsphase", wie Maltschnig es selbst beschreibt, entschied er sich gegen einen Hof mit Tierhaltung und für den Weinanbau. "Ich wollte ein Produkt finden, hinter dem ich voll stehe und mit dem ich auch Geld verdienen kann. Außerdem habe ich schon immer gerne Wein getrunken", schmunzelt Maltschnig.

Erster Ertrag im Sommer

Am elterlichen Hof in Lebmach (Gemeinde Liebenfels) hat Maltschnig im letzten Jahr bereits einen Hektar Wein angebaut, 2017 sollen zwei weitere folgen. Heuer soll bereits der erste Wein fließen. Bis dorthin hat der Feldkirchner jedoch noch einiges an Arbeit vor sich: "Die gesamte Verarbeitung muss bis Sommer stehen, der Weinkeller entsprechend eingerichtet und auch die hygienischen Bestimmungen erfüllt werden. Wenn das alles erledigt ist, rechne ich heuer mit etwa 500 Liter Wein - in den nächsten zwei Jahren geht die Produktion dann in den Vollertrag über."

„Trotz zahlreicher Investitionen ist der Betrieb schuldenfrei und soll meinen Lebensunterhalt sichern.“
-Christoph Maltschnig

"Wollte schon immer selbstständig sein"

Der Weg in die Selbstständigkeit war für Maltschnig zwar der große Wunschm, einfach gestaltete sich der Anfang jedoch nicht, wie er selbst anmerkt: "Mit Gerhard Köck (Anm.: Winzer aus Feldkirchen) hatte ich einen Experten an meiner Seite, der mir bei vielen Dingen geholfen hat. Dafür bin ich ihm auch sehr dankbar."

Obwohl auch einige Investitionen in den letzten Jahren notwendig waren, sieht Maltschnig die Selbstständigkeit nicht als Risiko. "Dadurch, dass aus den letzten Jahren ein guter Puffer da ist, ist der Betrieb schuldenfrei. Für die Zukunft ist natürlich geplant, dass er den Lebensunterhalt sichert", so Maltschnig.

Vermarktet sollen die Weine in Hotels bzw. Restaurants, sowie in einem kleinen Hofladen werden. "Es sollen ausschließlich Qualitätsweine sein." Bisher hat der Fast-Winzer Chardonnay, Weißburgunder und Roesler angebaut, im nächsten Jahr sollen noch Muskateller, Sauvignon Blanc und Zweigelt dazukommen.

Zur Person: Christoph Maltschnig

Name: Christoph Maltschnig
Geboren: 17.4.1989
Wohnhaft in Lebmach (Gemeinde Liebenfels)
Familie: Freundin Christina
Ausbildung: Skigymnasium Stams, Ausbildung zum landwirtschaftlichen Meister, Winzerausbildung in Silberberg
Hobbys: Weinbau, Pferdezucht, Snowboarden
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