26.04.2016, 18:50 Uhr

Zeitgeschichte - Einst ging es wirtschaftlich steil bergauf; strebend nach bloßem Lebensgenuss!

Der Aufbau, der durch Bomben zerstörten Innenstädte war abgeschlossen
und große Geschäftshäuser säumten Plätze und Straßen
der aufstrebenden Stadt.

Verantwortungsvolle, souveräne Staatsmänner
herrschten demokratisch über das Land und seine Bewohner.

Niemand fühlte sich antriebslos und ausgebrannt
und es folgte der Wirtschaftsaufschwung
mit einem arbeitsamen, belastbaren Volk
ging es mit dem Wirtschaftswunder steil bergauf.

Das zuvor gedemütigte Volk führte kein verschwenderisches Leben;
es trachtete danach, arbeitsam und zielstrebend, sich beruflich zu verwirklichen,
und sich somit ein Auskommen zu sichern.

So florierte der Umsatz wunderbar
und ertragreiche Unternehmen schossen wie Pilze aus dem Boden.

Der Menschenstrom an den offenen Einkaufstagen
glich einem aufgestörten Ameisenhaufen.

Somit flossen Steuergelder unaufhaltsam
wie ein konstant gleichbleibender Strom in die Hochblüte der Konjunktur.

Gleich einem Aufwind in eine günstigere Entwicklung
erlebte der Handel einen gigantischen Aufschwung
im Import und Export
und neue Berufszweige entwickelten sich.
Auch wir - das schwache Geschlecht,
fassten Fuß im Berufsleben
mit dem Bewustsein über das gleiche Gehirnvolumen
wie das starke Geschlecht zu verfügen
und fassten aus eigener Initiative Berufswahlentscheidungen
und entwickelten uns zur unabhängigen, emanzipierten Frau;
trugen fortan "Beinkleider" und wurden in allen Berufen sesshaft,
flexibel, kreativ und integriert.

Die Blütezeit der Hochkonjunktur begann einst mit der Industrialisierung
mit sicheren, gut fundierten Betrieben und Fabriken.
Mit qualmenden Rauchfängen - die himmelan ragten,
und Schächten, die unter Tage in den Bergbau führten
und die Jagt nach Rohstoffen begann;
sowie mit der Ausbeutung der Wasserkraft boomte die Wirtschaft.

Arbeitsplätze - an denen abertausende Menschen
aus einer starken Mittelschicht kommend, einen Job fanden.

Riesige Maschinen kamen zum Einsatz
und somit begann das Zeitalter der Technik: zu Lande, zu Wasser und zu Luft
und die Bevölkerung, der arbeitsame Mensch
verdiente mit harter körperlicher Arbeit Lohn,
ein geregeltes Einkommen und ein bescheidendes Vermögen.

Grenzen wurden geöffnet, denn die Nachfrage
nach Fach- und Arbeitskräften war groß,
und das Land erblühte zu Wohlstand und Wohlergehen.

...und dann kam die Wende!

So wie einst die Blütezeit der Hochkonjunktur begann,
so flaute sie nach Jahrzehnten unaufhaltsam ab.
Fabriken und Werke wurden stillgelegt,
da Bodenschätze und Rohstoffe
über und unter Tage ausgebeutet waren
und somit rauchten Schlote auch nicht mehr.

Eine Wegwerfgesellschaft war am Ruder
in einer schnelllebigen Zeit
und das verheißungsvolle Land verschwand und verblasste am Horizont,
und somit versickerte das fruchtbare, ausgebeutete Land.

Und dennoch,
stiegen über Nacht immer mehr dominierende Herrscher,
aus der Politik, Finanz und Wirtschaft,
nicht bildungsfeindlich an die Macht
und das korrupte System nahm seinen Lauf.

Staatsgelder in Millionenbeträge verließen sang- und klanglos das Land;
andere hohe Geldbeträge versickerten im Sand
verzockt oder verloren an der Börse und an Wertpapieren;
Banken versenkten Milliarden, die sie zuvor verspekuliert haben dürften.
Und das Land splitterten in eine ungünstigere Wirtschaftslage.

Zurück blieben leere Geschäftshäuser;
einige Selbständige verzockten ihr Hab und Gut oder verloren im Konkurrenzkampf
und wurden so wirtschaftlich vernichtet;
beziehungsweise sahen sich Unternehmungen gezwungen, Konkurs anzumelden.

So wurden über Nacht aus Berufstätigen - Arbeitslose
und von ihnen gab es von Jahr zu Jahr mehr.

Die Arbeitssuchenden stehen in einer endlosen Warteschlange;
befristet oder unbefristet das bleibt dahingestellt.

Extreme Belastungen zerstörten das Familienleben,
man verlernte miteinander respektvoll und umgänglich umzugehen;
sich in eine Diskussion einzubringen.
Somit trennte man sich schnell
und der kleinste Staat, die Familie zerbrach,
und Kinder wurden zu Scheidungskinder.
und in der Folge
breiteten sich immer mehr seelische Gemütserkrankungen aus.


Jahrzehnte sind seitdem vergangen, die ihre Spuren hinterließen,
Der Mensch, das Tier, das ökologische Gleichgewicht unseres Planeten
und unsere Wirtschaftslage
zeigen heute ernst zunehmende Schäden der Ausbeutung:
in einer weltweiten Wirtschaftskrise.

Und mit Verlaub gesagt: es ging uns einmal richtig gut;
heute könnte es uns wieder besser gehen!
Heutzutage schauen alle zutiefst betroffen in die leeren Kassen.
Ebbe wohin man schaut - und n-i-e-m-a-n-d hat Schuld!

Hildegard Stauder
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Monika Pröll aus Rohrbach | 26.04.2016 | 19:20   Melden
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Alois Knopper aus Klagenfurt | 26.04.2016 | 19:38   Melden
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Doris Schweiger aus Amstetten | 27.04.2016 | 08:42   Melden
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Hildegard Stauder aus Villach | 29.04.2016 | 18:31   Melden
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