24.05.2016, 13:27 Uhr

Währing: Vorbereitungen für das Parkpickerl gehen ins Finale

Bezirksvorsteherin Silvia Nossek hat alle Informationen für Private und Geschäftstreibende in Währing in zwei Folder gepackt

In 15 von 23 Wiener Bezirken gilt bereits die Parkraumbewirtschaftung. Mit 5. September 2016 kommt Währing hinzu.

WÄHRING. Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne) und die Währinger Bezirksvertretung haben sich bereits Anfang des Jahres dafür ausgesprochen, jetzt gehen die Vorbereitungsarbeiten ins Finale, alle nötigen rechtlichen Verfahren sind bereits abgeschlossen. "Ich habe ja versprochen, dass wir so schnell wie möglich das Parkkpickerl in Währing einführen wollen - und jetzt, nach den intensiven Vorarbeiten kann ich nur bestätigen: wir sind so schnell wie möglich", so Nossek.

In Währing kommt von Anfang an das neue, elektronische Parkpickerl zum Einsatz, das immer wieder aufgeladen werden kann und so das lästige Abkratzen von der Windschutzscheibe erspart. Kurzparken wird in Währing wie in allen anderen Westbezirken wochentags von 9 bis 19 Uhr eingeführt.

In den ausgewiesenen Geschäftsstraßen – Währinger Straße, Teile der Gentzgasse, Kreuzgasse, Simonygasse und Gersthofer Straße – gilt die Kurzparkzone (werktags) mit einer Parkdauer von 1,5 Stunden von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und, ausgenommen Kreuzgasse, auch am Samstag von 8 bis 12 Uhr. Mit dem Währinger Parkpickerl ist in den sogenannten Überlappungszonen im 17. Bezirk das Parken zeitlich uneingeschränkt möglich – mit Ausnahme von Geschäftsstraßen. Info auf: www.parkpickerl.wien.at

Online: Schneller und günstiger

Die Währinger können ihr Parkpickerl online bereits ab 6. Juni (das spart 5 Euro von der Antragsgebühr), oder persönlich im Bezirksamt ab 27. Juni beantragen. Um eine reibungslose Versorgung zu gewährleisten, wird dafür auch personell aufgestockt. Bei Veranstaltungen am 7. und 15. Juni wird die Bezirksvorstehung über alle Details informieren.

Am 31. Mai findet eine Informationsveranstaltung speziell für Währinger Unternehmen und Organisationen ab 19 Uhr im Festsaal des Amtshauses statt. Alle Informationen rund um das Währinger Parkpickerl, die Möglichkeiten von Ausnahmebewilligungen etwa für Firmenfahrzeuge, oder für Beschäftigte bei Währinger Betrieben, wurden in zwei Foldern mit dem Titel "Währing atmet auf" zusammengefasst. Die Folder gelangen bezirksdeckend zum Einsatz.

Pickerl für den ganzen Bezirk

Die Parkraumbewirtschaftung wird im 18. Bezirk flächendeckend eingeführt. „Die Lösung für den gesamten Bezirk ist die bessere Variante. Wie wir in anderen Bezirken, beispielsweise im 14., 16., oder 17. Bezirk gesehen haben, verlagern sich bei Teillösungen die Belastungen und später sind erst recht Adaptierungen notwendig“, sagt Leopold Bubak, Leiter der Wiener Magistratsabteilung 65 und zuständig für die Parkraumbewirtschaftung.

„Überall, wo das Parkpickerl gilt, hat sich die Situation verbessert, vor allem in den zuletzt 2012 dazu gekommenen im Westen der Stadt. Auch wenn das Pickerl nicht bei allen auf Gegenliebe stößt, gibt es kaum jemanden, der sich die Situation vor der Einführung des Parkpickerls zurückwünscht“, so Bubak. Die Pickerleinfühurng kostet in Währing rund 350.000 Euro, wovon 90 Prozent die Stadt Wien trägt. "Rund 150.000 Euro sind nötig, um in den Randbereichen zum 17. die Grenztafeln abzunehmen und in jenen zum 19. Bezirk wieder aufzustellen. Schade, dass Döbling nicht gleichzeitig mit uns das Parkpickel einführt", bedauert Nossek.

"Währing atmet auf": Dieses Motto hat sich Bezirksvorsteherin Silvia Nossek auch für begleitende Neuerungen und Verbesserungen, die die Einführung des Parkpickerls erst möglich macht, ausgedacht: So sollen Schulwege durch Gehsteigvorziehungen und Wegfall einzelner (ohnehin illegaler) Parkplätze sicherer werden und die problemlose Durchfahrt der Straßenbahnen endlich gewährleistet sein.

Erstes Projekt ist der Gehsteig vor der Währingerstraße 100-104 beim Durchgang zur Martinstraße. Die Kreuzgasse soll nach Pickerleinführung folgen. Die Theresiengasse wurde bereist für das Radeln gegen die Einbahn geöffnet, weitere Maßnahmen für bessere Radverbindungen werden folgen. "Damit Währing wirklich aufatmen kann!" so Nossek.
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