02.04.2016, 11:00 Uhr

Feuerwehr setzt auf grenzübergreifende Ausbildung

Die gemeinsame Ausbildung soll im Ernstfall die Zusammenarbeit verbessern. (Foto: FF Thalheim)

Feuerwehr-Grundausbildung über Gemeindegrenzen hinweg sichert beste Ausbildung und minimiert Zeitaufwand.

BEZIRK. Die Grundausbildung in der Feuerwehr soll allen Feuerwehrmitgliedern jene Wissensbasis vermitteln, um für die Basisaufgaben im Einsatzdienst gerüstet zu sein. Bisher wurde diese Ausbildung in jeder Feuerwehr in Eigenregie durchgeführt. Im Bezirk Wels-Land haben sich die Feuerwehren Am Thalbach, Leombach, Schleißheim, Sipbachzell und Thalheim zu einem gemeindeübergreifenden Ausbildungsverbund für diese Truppmannausbildung zusammengeschlossen, der einerseits den neuen Feuerwehrmitgliedern die bestmögliche Ausbildung bringen und andererseits den Zeitaufwand für die Ausbildungsverantwortlichen minimieren soll.

Mit der "Grund-" oder "Truppmannausbildung" sollen den neu in den Einsatzdienst übergetretenen Feuerwehrmitgliedern all jene Fähigkeiten vermittelt werden, die für das Bewältigen des alltäglichen Einsatzdienstes erforderlich sind. Dieses kleine Feuerwehr-Einmaleins wird sowohl theoretisch, vor allem aber auch praktisch geschult. Vorteil ist hier, dass sich die Ausbilder aller beteiligten Feuerwehren die Themen und Lehraufgaben aufteilen können. „Mit der Aufteilung kann der Aufwand für das Ausbildungsteam in der eigenen Feuerwehr reduziert werden, ohne dass die Qualität der Ausbildung darunter leidet“, sind sich die für Ausbildungsfragen Verantwortlichen der Feuerwehren einig.

Aktualität der Inhalte garantiert

Durch diese Arbeitsteilung ist auch sichergestellt, dass der Aufwand pro Ausbilder überschaubar bleibt. Zudem kann die notwendige Zeit effizienter für die Vorbereitung und Aufarbeitung der einzelnen Ausbildungsthemen investiert werden. Somit ist auch gewährleistet, dass bei allen Themen die aktuellsten Lehrinhalte mit den modernsten Einsatztechniken vermittelt und geschult werden können. Es können somit Einsatztaktiken über die Feuerwehrgrenzen hinweg geschult und in den Feuerwehren etabliert werden.
So wird auch erreicht, dass wenn im Einsatzfall zusammengearbeitet werden muss, alle Beteiligten die gleiche Sprache sprechen und die gleichen Lösungsansätze verfolgen. Neben diesem Plus für das Zusammenarbeiten im Einsatzdienst wird aber auch der persönliche Kontakt gefördert, der weit über das Thema Feuerwehrausbildung hinausgeht.

15 Florianijünger in der Ausbildung

Im Ausbildungsverbund „Wels-Süd“ wurden 15 weibliche und männliche Feuerwehrmitglieder an insgesamt sechs Samstagen ausgebildet. Mit der Basisausbildung zum "Truppmann" haben die Absolventen den Grundstein für ihre Feuerwehr-Karriere gelegt: Im Frühjahr folgt die Ausbildung zum Trupp-Führer, die auf Bezirksebene an zwei Samstagen durchgeführt wird – die ersten Teilnehmer haben diese bereits mit jeweils "ausgezeichnetem Erfolg" abgeschlossen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.