29.04.2016, 12:02 Uhr

Neuer Bauernmarkt-Standort wird gesucht

Die Welser SPÖ wünscht sich künftig für jeden Stadtteil einen Bauernmarkt. (Foto: privat)

Stadtrat Lehner zeigt Optionen auf. SPÖ will einen Markt pro Stadtteil.

WELS. Nachdem der Welser Bauernmarkt voraussichtlich nicht mehr auf dem Gelände der Landwirtschaftskammer stattfinden wird, läuft die Suche nach dem zukünftigen Standort auf Hochtouren. Obwohl die Bauernkammer bereits den Vertrag mit den Direktvermarktern gekündigt hat, besteht eine Petition der Bauernmarkt-Mitglieder für den Erhalt des Standortes. Diese wird von der SPÖ Wels unterstützt. "Seitens der Stadt gibt es das Angebot, den Bauernmarkt massiv zu unterstützen. Ich persönlich finde, es wäre die beste Lösung, den Markt am bestehenden Standort in Richtung Westen zu verlagern. Denn hier bestehen zusätzlich ein Grill- und Spielplatz", sagt der zuständige Stadtrat Peter Lehner (ÖVP). "Die zweite Variante wäre, dass der Bauernmarkt freitags das Areal des Welser Wochenmarktes nutzen darf. Die Voraussetzungen für einen Standort sind immens, denn wir brauchen Wasser und Sanitäranlagen sowie Unterstell- und Lagermöglichkeiten."

In allen Stadtteilen?

SP-Wirtschaftssprecher Karl Schönberger fordert Lehner dazu auf, eine Infrastruktur für Bauernmärkte in allen Welser Stadtteilen zu schaffen. Damit hätten "alle Welser Zugang zu gesunden, landwirtschaftlichen Produkten". Denn nicht alle hätten ein Auto und können zum Zentralmarkt oder den Direktvermarktern in umliegenden Gemeinden fahren. Peter Lehner kann mit dieser Idee jedoch nichts anfangen: "Es ist schwer, genügend Beschicker zu finden, die sich bei jeder Witterung hinstellen. Man benötigt für einen Markt mindestens zehn Stände." Genügend Beschicker für jeden Stadtteil zu finden, sei unmöglich. Außerdem meint er, es gebe bereits ausreichend Möglichkeiten, biologische und regionale Lebensmittel zu kaufen: "Ich denke da an die Vorratskammer und den Bioladen von Andrea Hehenberger. Dort gibt es ein Angebot wie auf einem Bauernmarkt. Es gibt also funktionierende Möglichkeiten in den Stadtteilen."
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