11.04.2016, 10:16 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „Gauermann lebt!“ anlässlich 40 Jahre Gauermann Museum

MIESENBACH. Anlässlich des Jubiläums 40 Jahre Gauermann Museum eröffnete Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern, Samstag, die Ausstellung „Gauermann lebt!“ in Miesenbach im Bezirk Wiener Neustadt. Eröffnet wurde die Festveranstaltung von Bürgermeister Wolfgang Stückler, der auch einige verdiente Bürgerinnen und Bürger ehrte und Kurator Bernhard Kratzig und Mag. Wolfgang Krug, Kustos Kunstsammlung vor 1945 im Land Niederösterreich, die Ehrenplakette für besondere Verdienste um das Gauermann Museum überreichte.

„Hier wird gelebt nach Werten, die seit Jahrtausenden die Welt getragen haben“, betonte Landeshauptmann Pröll, dass das in der Gestaltung der Festveranstaltung, über Generationen hinweg und im Umgang mit dem historischen Erbe spürbar sei. Hier in Miesenbach könne man „Heimat leben und erleben“.

Der Umgang mit dem Bild könne in unterschiedlichster Form getätigt werden. Die Art und Weise, wie man mit dem Bild umgehe, habe sich verändert. „Ein Bild zu verstehen verlangt, dass man es nicht nur oberflächlich anschaut, sondern intensiv daran arbeitet, das Motiv des Bildes zu hinterfragen“, betonte der Landeshauptmann. „Das Museum hat die Aufgabe, einem derartigen Raum unserer Zeit wieder Geist zu geben“, so Pröll.

Die heutigen Geehrten seien „ein gutes Beispiel“ in der heutigen Zeit, betonte Pröll, dass dies Menschen seien, „die mehr tun als ihre Pflicht“. „Das Gauermann Museum ist von unschätzbarem Wert“, sagte der Landeshauptmann, dass man damit die Chance habe, „den Blick auf einen ganz großen Künstler unserer Heimat zu richten“. „Heimat und der unmittelbare Heimatboden prägen die Menschen“, so habe etwas Derartiges entstehen können, so der Landeshauptmann.

„In einem Land, wo künstlerische Tätigkeit und Innovationskraft vorhanden sind, dort bewegt sich etwas“, so Pröll. Es sei von „großem Wert, was Sie hier geschaffen haben“, bedankte sich der Landeshauptmann und wünschte am Weg nach vorne „alles erdenklich Gute“.

Der Direktor des Landesmuseums Niederösterreich, Mag. Carl Aigner sagte, man habe 2003 begonnen, hier Künstlerinnen und Künstler aus der Region zu präsentieren. Rund 100 Künstlerinnen und Künstler seien seither in 83 Ausstellungen im Gauermann Museum präsentiert worden. Das sei „eine unglaubliche Bilanz“ und zeige, „welche Vitalität an künstlerischer Arbeit hier vorhanden ist“, so Aigner. Es sei bemerkenswert, was hier geschaffen worden sei, vor allem, weil hier viel ehrenamtlich geschehen sei. Es sei ein kultureller Ort geschaffen worden, so der Direktor des Landesmuseums.

„Er lebt ganz besonders hier im Tal“, so Mag. Wolfgang Krug zum Veranstaltungstitel „Gauermann lebt!“. 100 Jahre hätten vergehen müssen, bis Friedrich Gauermann 1962 im Rahmen der Landesausstellung eine große Bühne geboten worden sei. Mittlerweile gebe es 750 Inventarnummern in der Sammlung des Landes Niederösterreich dazu, davon mehr als 60 Gemälde. „Auf einer Spezialsammlung wie dieser kann gut aufgebaut werden und das wird hier getan“, so Krug. Die Dauerpräsentation widme sich in drei Räumen dem künstlerischen Werdegang Friedrich Gauermanns, so Krug.

Die Idee, dem Künstler Friedrich Gauermann ein eigenes Museum zu widmen, sei mit der Eröffnung des Gauermann Museums am 10. April 1976 realisiert worden, berichtete der ehemalige Bürgermeister Matthias Scheibenreif über die Entstehung des Museums und die weitere Entwicklung. 1996 sei der Kulturverein Gauermann gegründet worden. Sanierungsmaßnahmen seien dringend notwendig geworden und so habe man das Museum mit Unterstützung des Landes generalsaniert. Man habe ein Kultur- und Kommunikationszentrum geschaffen und im Mai 2002 konnte das Museum mit einem großen Fest wiedereröffnet werden. Hier würden „tiefgreifende Erlebnisse durch Veranstaltungen in der Gemeinde entstehen“, so Scheibenreif. Er gratulierte dem Museum zu seinem Jubiläum und auch dem Kulturverein, der Garant dafür sei, „dass es die Vielfalt an kulturellen Ereignissen bei uns gibt“, so Scheibenreif.
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