24.04.2016, 23:49 Uhr

Ein Mensch wollt‘ abends sich erfreu‘n…

Zum Wohl! Christina Kramer, Katalin Mezö, Aloisia Österreicher, Johann Panzer und Gabriele Kramer-Webinger nach der Veranstaltung in der Kaminstube.

Es war ein erfreulich unterhaltsamer Abend mit dem K&K-Ensemble, der vom Schwarzenauer Bildungs- und Heimatwerk veranstaltet wurde.

SCHWARZENAU (kuli). Wieder einmal gastierte am 22. April 2016 das K&K-Ensemble in Schwarzenau, diesmal in der Kaminstube H. Hahnl, um dort eine feine Mixtur aus musikalischen Gustostückerln aus der k.u.k.-Zeit und rezitierten Gedichten von Eugen Roth zu kredenzen.
Johann Panzer, künstlerischer Leiter des Ensembles, hatte weder Zeit noch Mühen gescheut, aus der Fülle der Roth’schen Reimwerke solche herauszusuchen, die in den thematischen Kontext zu acht zuvor definierten Kapiteln passten, von denen fünf vor und drei nach der Pause von Panzer mit pointierten Kommentaren vorgestellt wurden. Medizin, Zoologie, Kulturkonsum, Schlaf, Evolution, Reisen und natürlich Beziehungen aller Art gehörten zu diesen Themenfeldern. „Ein Mensch…“ ist der häufigste Gedichtanfang bei Eugen Roth, einem scharfen Beobachter von Menschlichem und allzu Menschlichem. Ab und an übernahm auch Christina Kramer eine Sprechrolle; die junge Mezzosopranistin bezauberte das Publikum ansonsten mit ihrer frischen Stimme in Liedern aus verschiedensten Genres vom Kunstlied über Operette bis zu Couplet und Gstanzln. Einfühlsam begleitete ihre Mutter Gabi Kramer-Webinger am Piano nicht nur die gesungenen Melodien – Johann Panzer machte ebenfalls von seiner Singstimme in Baritonlage belustigenden Gebrauch -, sondern auch die der brillanten Violinistin Katalin Mezö, die es unvergleichlich gut verstand, den Esprit der Romantik im Saal spüren zu lassen. Die etwa fünfzig Zuhörer sparten nicht mit Beifall und bemerkten kaum, dass nach der Zugabe weit über zwei Stunden ins Land gegangen waren. Aloisia Österreicher vom Bildungs- und Heimatwerk bedankte sich mit kleinen Präsenten beim K&K-Ensemble, das versprach, wieder nach Schwarzenau zu kommen.
Hernach saß man noch gemütlich in der Kaminstube beisammen und beendete gepflegt das Tagwerk.
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