Pensionistenverband Vorarlberg
PVÖ Vorarlberg zum „Equal Pension Day“: Stärkung des staatlichen Pensionssystems hat oberste Priorität

Der Wunsch von verschiedenen Experten, Regierungsvertretern, Wirtschaftsinstituten oder Unternehmensverbänden nach mehr betrieblicher und privater Pensionsvorsorge für Frauen, um die Pensionslücke zwischen Männern und Frauen zu schließen, sei im Wesentlichen nicht dazu geeignet und könne maximal als freiwillige Beimischung zur Altersversorgung angesehen werden, hält der Landespräsident des Pensionistenverbandes (PVÖ) Vorarlberg, Manfred Lackner, anlässlich des heutigen Equal Pension Day fest. In Deutschland, wo viele Arbeitnehmer Betriebsrenten beziehen, geraten gerade Pensionskassen in Schieflage und können nur mit Finanzspritzen ihren Verpflichtungen nachkommen. „Dies ernsthaft als Alternative zum staatlichen Pensionssystem anzusehen, zeuge von Weltfremdheit“, meint PVÖ-Lackner. Ansätze müssen vielmehr in den Bereichen des Arbeitsmarktes, der Pensionsfinanzierung, bei der Erhöhung der Mindestpensionen oder bei den Kindererziehungszeiten verfolgt werden. Dafür brauchen wir weiter ein starkes, solidarisch finanziertes Pensionssystem.

Auch das, von den Ministerinnen Bogner-Strauß und Raab, propagierte Modell des automatischen Pensionssplittings verringere zwar mit unter die Pensionslücke, senke aber die Pensionshöhen insgesamt ab und sei daher als Instrument der Armutsbekämpfung der älteren Generation ungeeignet, erklärt der Landespräsident des Pensionistenverbandes (PVÖ) Vorarlberg.

Beitragsverschiebungen im Pensionssystem oder private Modelle stellen für den PVÖ Vorarlberg daher keine Lösungen dar, weil sie nicht am Kern ansetzen. Der „Gender Pension Gap“ in Österreich lag im Jahr 2019 bei 42,82%. Wesentlicher Faktor dafür ist die geringere Entlohnung u.a. in Folge von Teilzeit oder der Berufswahl. Damit sei die Pensionslücke zwischen den Geschlechtern zu 80 Prozent zu erklären. Ein Gesamtpaket bestehend aus Kinderbetreuung, Berufsorientierung und -wahl, besserer Bezahlung, höherer und längerer Anrechnung der Kindererziehung,… soll, so der Pensionistenverband Vorarlberg, zukünftig den „Gap“ schließen.

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