Galerie Kilengi: Ein Hauch von Afrika in Döbling

Galerist Alexander Schwaighofer neben einem Äthiopischen Honigtopf, der aus einem einzigen Stück Holz gefertigt wurde
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  • Galerist Alexander Schwaighofer neben einem Äthiopischen Honigtopf, der aus einem einzigen Stück Holz gefertigt wurde
  • hochgeladen von Ulrike Kozeschnik-Schlick

DÖBLING. "Kilengi" steht in der Bantu-Sprache des nördlichen Zaire für "Freude, die aus Schönheit erwächst". Und genau diese lebendige Schönheit traditioneller afrikanischer Kunst hat es Ale-xander Schwaighofer angetan.

"Kunst und fremde Kulturen haben mich schon immer interessiert. Vor einigen Jahren habe ich auf den Afrika-Tagen auf der Donauinsel erstmals einige afrikanische Skulpturen für mich privat gekauft. Von ihrer magischen Ausstrahlung war ich sofort fasziniert", erzählt der studierte Betriebswirt und Unternehmensberater, der sich daraufhin so in die Materie vertiefte, dass sie zur Leidenschaft wurde. "In meinem Beruf habe ich hauptsächlich mit nüchternen Zahlen zu tun. Schon lange war ich auf der Suche nach einem Ausgleich dazu, etwas, das mir in der Seele guttut, um daraus ein zweites berufliches Standbein zu machen. Das wurde wie von selbst die afrikanische Kunst für mich."

Kunst als Ausgleich

Aus den ersten Skulpturen, die noch immer in seiner Privatwohnung stehen, wurden mit der Zeit über 350 Exemplare. "Zuerst war ich auf der Suche nach einem großen Lager", erinnert sich Schwaighofer, der seit 15 Jahren im 19. Bezirk zu Hause ist. Die Räumlichkeiten der heutigen Galerie in der Leidesdorfgasse hat er im Internet entdeckt und gleich ohne Besichtigung gemietet. "Ich wusste, das ist perfekt. Die Räume nicht nur als Lager zu nutzen, sondern eine Galerie daraus zu machen, war ein Muss!"

Neben Masken, die oft für Ini-tiationsriten, Begräbnisfeierlichkeiten und in der Rechtssprechung verwendet wurden, dienten Skulpturen oft zur Kommunikation mit der Ahnenwelt oder für Fruchtbarkeitsriten.

Daneben gibt es in der Galerie Kilengi ein reiches Sortiment an Alltags- und Gebrauchsgegenständen wie Stühle, Speichertüren, Nackenstützen, Hocker und vieles mehr. "Je mehr man sich mit der Materie beschäftigt, umso faszinierender wird sie", findet Schwaighofer. Und auch seine Kunden wüssten es natürlich zu schätzen, wenn man die Bedeutung eines Objektes genau dokumentieren und im kunsthistorischen Kontext erklären könne.

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