Neuausrichtung geplant
Neue Chancen für Martinsruh

Auf dem 43 Hektar großen Gutshof Martinsruh soll ein städtischer Bio-Gutshof entstehen.
  • Auf dem 43 Hektar großen Gutshof Martinsruh soll ein städtischer Bio-Gutshof entstehen.
  • Foto: RZ
  • hochgeladen von Christian Marold

Biohof in Verbindung mit Sozialprojekt in Planung

43 Hektar groß ist der Gutshof Martinsruh in Dornbirn, mit der Pensionierung des bisherigen Pächters im Jahr 2020 gibt es nun vielfältige Chancen. Die Grünen um Stadträtin Juliane Alton haben ein Konzept, die Ausschreibung soll demnächst erfolgen.

Vor 103 Jahren wurde dieser städtische Gutshof errichtet und er diente in den damaligen Kriegs- und Krisenzeiten der Versorgung mit Lebensmitteln.

„Ab 2021 wird der Gutshof völlig neu ausgerichtet. Dieser drittgrößte Agrarbetrieb in Vorarlberg soll ein Vorzeigehof in biologischer Landwirtschaft werden und auch gleichzeitig einen Mehrwert für die Bevölkerung bringen“

, sagt Juliane Alton, die stolz darauf ist, dass die Veränderungen auf ihre Initiativen nun stattfinden.

„Guter Zeitpunkt“
Heute wird auf dem 43 Hektar großen Gutshof vorwiegend nur Milchwirtschaft betrieben, Ende 2020, wenn die Förderungen der EU enden, geht der Pächter dann in Pension. „Ein günstiger Zeitpunkt, um die Landwirtschaft in diesem Gebiet neu aufzustellen“. Der Stadtrat hat - auf Druck der Grünen - der Nachnutzung zugestimmt und auch den Kriterien. „Die künftige Pacht ist an nachhaltige Kriterien geknüpft. „Dass der neue Pächter der Martinsruh biologisch zertifiziert sein muss, ist ein Teil. Gleichzeitig soll auch ein Sozialprojekt entstehen, von Vorteil wäre auch ein Hofladen oder eine Mostschänke. Wer sich da bewirbt, hat gute Chancen“, so Alton. Der Betrieb soll nicht nur Bioprodukte produzieren und auf den Markt bringen, sondern auch städtische Einrichtungen beliefern. Derzeit kauft Dornbirn jährlich für drei Millionen Euro Lebensmittel ein - die großteils im städtischen Krankenhaus verarbeitet werden. „In Dornbirn gibt es nicht viele Bio-Betriebe, im landesweiten Vergleich liegen wir unter dem Durchschnitt“, so Alton. Weiteres Argument der Grünen: „Es gibt genug Milch- wirtschaft im Ländle, bei Obst und Gemüse sowie Geflügel und Eier gibt es aber einen Nachholbedarf“. Beschlossen wird die Ausschreibung für die Vergabe des Gutshofs in naher Zukunft in der Stadtvertretung.

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