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Die „RetroPerspektive“ von 2011 bis 2022 der heimischen Künstlerin Hannah Philomena Scheiber mit dem Titel „Licht und Schatten“ ist der nächste Höhepunkt des Frauenjahres in der städtischen Galerie Theodor von Hörmann in Imst.
IMST. Stets kreativ und motiviert, möchte die Tiroler Künstlerin Hannah Philomena Scheiber in ihrer Retrospektive in Imst auf die Notwendigkeit der Mitte hinweisen – um im fließenden Schaffensprozess das Licht vom Schatten zu unterscheiden, entgegen aller missgünstigen Widrigkeiten, die einschränken und einbremsen.
Die aktuelle Ausstellung in der Imster Hörmann-Galerie wartet – beginnend mit der Vernissage am Donnerstag, dem 10. November – dabei bis zum 30. Dezember mit Zwei- und Dreidimensionalem sowie Konzeptkunst auf: Zeitlich geordnet, werden ältere Werke und Objekte aus frühen Schaffensphasen gezeigt. Bewundern (und erwerben) lässt sich Keramik- und Textilkunst, ebenso wie nie gezeigte Landschaftsmalerei, wo majestätisch blaue Berge im Quadrat erwachsen. Einen Blick gewährt Scheiber auch auf ihre neueste künstlerische Herausforderung: „Lego Paintings“
Blaue Bergwelt zwischen Idylle und Gewalt
Wenn Scheiber erschafft, kopiert sie nicht. Ebensowenig werden Fotos nachgepaust – nein, Scheiber malt, was Scheiber fühlt: Mit schwungvollen Strichen, entweder vorgezeichnet oder frei und farbig auf weiße Fläche gebannt. Verschiedenste Blautöne lassen Dimensionalität entstehen und spürbar ist stets die Beziehung zum Berg, zur Landschaft und der Natur.
Bloßes Kopieren oder Abzeichnen ist Hannah Philomena Scheiber fremd.
Die Auseinandersetzung mit der Natur, ihrer Schönheit und ihrer Kraft, aber auch den negativen Seiten von Naturgewalten, bildet bei Hannah Philomena Scheiber überhaupt einen Themenschwerpunkt. Die Darstellungen von Lawinenverbauungen schmecken da vielleicht nicht jedem Tourismusverband, doch meint die Künstlerin: „Es gibt keine absolute Sicherheit, die Natur lässt sich nicht kontrollieren.“
Keramik & Textilkunst
Oftmals gewagt, aber immer liebevoll zeigt sich das Scheiber'sche Keramik- und Textilschaffen. Für erstere Art stöbert die Siebdruck-Künstlerin immer wieder auf Märkten nach altem Porzellan, um's mit passend-provokanten Sprüchen zu versehen – und in ihrem Textil-Projekt kehrt Scheiber wiederum zur Lieblingsfarbe Blau zurück. Verwendet in eigentlich alltäglicher, aber doch spezieller Form – als Neuauflage der traditionellen Bauernschürze, versehen mit feministischen Positionen.
Das Kulturbüro über die Künstlerin
Hannah Philomena Scheiber wurde 1991in Innsbruck geboren und wuchs in Obergurgl auf. An der Handelsakademie in Imst maturierte sie und studierte in Folge an der Universität für angewandte Kunst in Wien, wo sie 2016 ihr Diplom erhielt. Weitere Studiengänge führten sie an die Accademia di Belle Arti in Florenz sowie an die School of Visual Arts in New York. Einzel- und Gruppen-Ausstellungen sowie Teilnahmen an Kunstmessen im In- und Ausland ermöglichten der Künstlerin, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Die gängige Zusammenarbeit mit diversen Printmedien sowie eine starke Social-Media-Präsenz bieten Hannah Philomena Scheiber eine aktuelle, zeitgemäße Plattform für ihr künstlerisches Unternehmertum.
Seit 2018 findet man Projekte von Hannah Philomena Scheiber im halböffentlichen und öffentlichen Raum. „Retail Design“ sowie Fassadengestaltungen sind in St. Anton, Längenfeld, Innsbruck, St. Johann und Ellmau eindrucksvoll präsent.
Im Jahr 2022 kam es zu einem Großprojekt im Stadtzentrum von Imst. In Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing, dem Tourismusverband sowie der Strobl Group, dem Eigentümer des ehrwürdigen Würtenbergerhauses, wurden zwei Fassaden von Hannah Philomena Scheiber und der Malermeisterin Nina Reich aufsehenerregend gestaltet. Nun erhebt sich der Muttekopf in charakteristischen Blautönen neben der Johanneskirche, flankiert von einem Blick in die Rosengartenschlucht. Ein „Making of“ dieses großartigen Projektes, produziert vom Imster Filmemacher David Grissemann, wird in der Ausstellung „Licht und Schatten“ gezeigt.
Die Werke der akademischen Künstlerin Hannah Philomena Scheiber hängen nicht nur bei Modedesignerin Marina Hoermanseder und Graphikdesigner Stefan Sagmeister und anderen Kunstliebhabern. Weiters befinden sich Gemälde und Objekte unter anderem in der Sammlung Hans Jäger im Ötztal, der Sammlung Reinhold Messner in Südtirol/Trentino und seit neuestem in der Sammlung des Alpenvereins in Innsbruck.
An dieser Stelle noch ein Hinweis: Werke aus der Sammlung des Alpenvereins „neu interpretiert“ werden ab 12. November im Haus der Fasnacht Imst anlässlich einer Ausstellung zu sehen sein, Hannah Philomena Scheiber wird auch vertreten sein!
Städtische Galerie Theodor von Hörmann – Öffnungszeiten:
Von Donnerstag bis Samstag, 14 bis 18 Uhr; an Feiertagen geschlossen.
Im Rahmen der Kunststraße öffnet die Galerie zusätzlich an Sonntagen (27.11./4.12./11.12.) von 14 bis 18 Uhr.
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